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	<title>Wolfgang Ruge &#187; Jürgen Fritz</title>
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	<description>kleiner Denker mit großer Stirn</description>
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		<title>Brot und Spiele</title>
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		<pubDate>Tue, 20 May 2008 18:59:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wruge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienwelt und Medienbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Pfeiffer]]></category>
		<category><![CDATA[Computerspiele(r) verstehen]]></category>
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		<category><![CDATA[Jürgen Fritz]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie heise-online vorgestern und der Spiegel gestern in der Printausgabe berichten, stoppt das Innenministerium die Bundeszentrale für politische Bildung dazu angehalten, dass Buch „Computerspiele(r) verstehen“ nicht mehr zu versenden. Daraufhin stoppte die BpB die Auslieferung. Da Christopher wieder einmal schneller war als ich, und vollkommen richtig kritisiert hat, dass der Heise-Artikel nicht klar zwischen der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie <a title="Heise Artikel zum Auslieferungsstop" href="http://www.heise.de/newsticker/Aerger-um-Computerspiele-r-versteher-Buch--/meldung/108040" target="_blank">heise-online</a> vorgestern und der Spiegel gestern in der Printausgabe berichten, stoppt das Innenministerium die Bundeszentrale für politische Bildung dazu angehalten, dass Buch „Computerspiele(r) verstehen“ nicht mehr zu versenden. Daraufhin stoppte die BpB die Auslieferung.</p>
<p>Da <a title="Chrisophers Anmerkungen" href="http://www-e.uni-magdeburg.de/koenitz/blog/?p=24" target="_blank">Christopher</a> wieder einmal schneller war als ich, und vollkommen richtig kritisiert hat, dass der Heise-Artikel nicht klar zwischen der Diskussion im Vorfeld und dem Plagiatsvorwurf trennt, verbleiben mir wieder einmal nur ergänzenden Anmerkungen.</p>
<p><span id="more-30"></span></p>
<p>Zum Plagiatsvorwurf habe ich nicht viel zu sagen. Sowas sollte nicht passieren und spricht nicht für wissenschaftliche Qualität. Ob es Grund genug ist, die Auslieferung zu stoppen, kann ich nicht ermessen, da ich nicht weiß, wie viele Texte nun betroffen sind. Das man nochmal über das ganze Buch diskutieren muss und nicht einfach die betroffenen Texte entfernt zeigt für mich nur, dass man offensichtlich nicht gewillt ist, Computerspiele(r) zu verstehen.</p>
<p>Das der <a title="Spiegel Online Interview mit Jürgen Fritz" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/spielzeug/0,1518,554130,00.html" target="_blank">Spiegel Online</a> heute Jürgen Fritz interviewt und nicht Herrn Kaminski, der ja nun das Plagiat begangen hat, spricht Bände, offensichtlich will man es nicht dabei belassen, dass ein Autor des Sammelbandes unsauber gearbeitet hat, sondern stellt gleich nochmal den Herausgeber des Bandes an den Pranger. Interessant ist dabei, dass man bei Spiegel-Online ziemlich genau die Argumentation Christan Pfeiffers und des KFNs übernimmt, womit ich bei der <a title="Kritk des KFN zum Buch" href="http://www.kfn.de/home/Computerspieler_verstehen.htm" target="_blank">Kritik des KFNs zum Buch</a> bin.</p>
<p>Die Rezension des Buches seitens des KFN wirft Jürgen Fritz als Herausgeber vor, einen Tunnelblick zu besitzen und deshalb Risiken und Gefahren des Computerspielkonsums auszublenden.  Da ich das Buch nicht gelesen habe, kann ich nicht beurteilen in die Rezension zutreffend ist. Jürgen Fritz bestreitet dies. Jedoch habe ich beim Lesen der Rezension durchaus das Gefühl gehabt, dass man seitens der Rezensenten ebenfalls einen Tunnelblick hatte – nur halt einen auf die Gefahren ausgerichteten. Da sich solche Überlegungen im Rahmen des Spekulativen bewegen, werde ich sie nicht weiter fortführen.</p>
<p>Fakt ist jedoch: Es wird kritisiert, dass das Buch seinen Anspruch einhält. Denn der Anspruch des Buches ist es zu verstehen, wer, wieso PC-Spiele nutzt. Es geht nicht um Gefahren. Das kann man kritisieren, jedoch jedem Kapitel in diesen Buch nun nochmal den Vorwurf zu machen, es blende Gefahren aus, ist so als ginge man zum Fleischer, gucke sich jede Wurstsorte an, und werfe  dem Fleischer vor, er hätte das Brötchen dazu vergessen. Ebenso könnte man sich jetzt jede Studie des KFN vornehmen und anmerken, es würden die Gründe für das Computerspielen nicht adäquat behandelt.  Oder anders formuliert: Man kann zum Bäcker gehen und jedem Brötchen vorwerfen, es fehle die Wurstscheibe.</p>
<p>Sowohl das KFN als auch Jürgen Fritz haben den Anspruch wissenschaftliche Arbeit zu leisten. Zu Wissenschaft gehört auch, dass man Einschränkungen trifft, weil ein Thema in einer Bandbreite nicht in einer gegebenen Komplexität behandelt werden kann.  Kaum eine wissenschaftliche Arbeit liefert eine Erklärung für alles. Um zurück zum Bäcker-Fleischer-Vergleich zu kommen: In der Wissenschaft gibt es Bäcker und Fleischer. Diese widmen sich einem Thema sehr genau und komplex. Der Nachteil daran ist, dass es beim Bäcker selten Fleisch und beim Fleischer selten Brot ist. Der Vorteil ist, dass das Brot und das Fleisch besser sind als im Supermarkt, der versucht alles unter einen Hut zu bringen.</p>
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