<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Wolfgang Ruge &#187; Internetzukunft</title>
	<atom:link href="http://wolfgang-ruge.name/tag/internetzukunft/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://wolfgang-ruge.name</link>
	<description>kleiner Denker mit großer Stirn</description>
	<lastBuildDate>Wed, 19 May 2010 20:39:16 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.0.1</generator>
		<item>
		<title>Web 2.0 – Servicepack 1</title>
		<link>http://wolfgang-ruge.name/2008/04/30/web-20-servicepack-1/</link>
		<comments>http://wolfgang-ruge.name/2008/04/30/web-20-servicepack-1/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 30 Apr 2008 17:57:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wruge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienwelt und Medienbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Internetzukunft]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Wunschzettel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://wolfgang-ruge.name/?p=24</guid>
		<description><![CDATA[Mittlerweile ist es doch einige Jahre her, dass Tim O’Reily den Begriff „Web 2.0“ geprägt hat. Trotzdem ist immer noch das halbe Web eine Betaversion. So viele Vorteile das Web 2.0 auch bieten mag: Es wirkt immer noch irgendwie unfertig, teilweise merkt man das auch an den Layouts großer Seiten, die teilweise so wirken, als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mittlerweile ist es doch einige Jahre her, dass Tim O’Reily den Begriff „Web 2.0“ geprägt hat. Trotzdem ist immer noch das halbe Web eine Betaversion.  So viele Vorteile das Web 2.0 auch bieten mag: Es wirkt immer noch irgendwie unfertig, teilweise merkt man das auch an den Layouts großer Seiten, die teilweise so wirken, als ob der Webdesigner sich und seiner Seite den letzten Feinschliff erspart hat. Aber über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten.</p>
<p>Unabhängig von diversen Webdesignsünden wird es aber Zeit für ein Update des Web 2.0. Folgendes sind meine Wünsche für das Servicepack 1:</p>
<p><span id="more-24"></span><strong>1.  Das Web soll zur Plattform werden und nicht der Browser</strong></p>
<p><strong></strong>Schon in der Web 2.0 &#8211; Definition wird das Web 2.0 als Plattform angepriesen. Gemeint ist, dass die Anwendungen auf dem Webserver laufen, und von jedem Computer mit EINEM Webbrowser aus bedient werden können. Leider scheint in dieser Definition mit EINEM Browser nicht ein beliebiger Browser zu sein, sondern der Firefox. Immerhin laufen noch viele Seiten im Internetexplorer, aber mit Opera werde ich des Öfteren ausgesperrt.  Sicher hat Opera so manche Probleme mit JavaScript bzw. die Scriptprogrammierer mit Opera , aber wenn ich teilweise die Beschränkung gewaltsam umgehe funktioniert alles. Also mein Wunsch Nummer 1: Ich will keine „Bitte nutzen Sie Mozilla“ -Seiten – Mehr sehen. Das Ganze erinnert an die grauen „Optimiert für MS-IE 5.0“ – Zeiten.</p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong>2. Usability 1.0 ist nicht falsch</strong></p>
<p><strong></strong>Usability ist was Schönes. Nur leider wird sie beim Web 2.0 immer öfter vergessen. Banale Dinge, wie einen besuchten Link zu markieren, anzuzeigen wo auf der Seite ich der Surfer befinden, den aktuellen Menüpunkt hervorzuheben, all dass scheint im Web 2.0 vergessen zu sein. Jeder kann am Web 2.0 mitmachen, dass ändert nichts daran, dass man sich als Webpublisher vlt. doch etwas über Internetseiten anliest.</p>
<p><strong>3. Es gibt auch ordentliche Domainnamen</strong></p>
<p><strong></strong>Wie überall im Web gibt es auch für Domainnamen Trends. Eine  Zeitlang war es in, überall ein „24“ oder ein „online“ anzuhängen.  Im Web 2.0 sehe ich derzeit zwei Trends. Der Eine ist es den Domainnamen mit punkten zu unterbrechen. <a title="Del.Icio.Us" href="http://del.icio.us" target="_blank">Del.icio.us</a> ist ein Beispiel. Der Konkurrent <a title="Magnolia" href="http://ma.gnolia.com" target="_blank">ma.gnolia.com</a> macht gleich mit beim Trend. Ich persönlich finde solche Domainnamen einfach nur nervig, immerhin muss ich mir immer merken wo die  Punkte gesetzt sind.<br />
Ich soll Bookmarks setzen?  &#8211;  Gerne, ich will sie aber überall abrufen können.  &#8211;  Nimm Delicoius. – Kenn ich, wie war das nochmal mit den Punkten, nach dem del. oder nach dem deli?</p>
<p>Ein weiterer Trend ist es Vokale wegzulassen. Das bekannteste Beispiel ist <a title="Flickr" href="http://flickr.com" target="_blank">Flickr</a>. Ein neueres <a title="Grazr" href="http://Grazr.com" target="_blank">Grazr</a>. Im deutschen Sprachraum gibt es Fragr. Aber keine Sorge, die Vokale verschwinden nicht einfach, sie tauchen wieder auf. Bei <a title="Diigo" href="http://diigo.com" target="_blank">Diigo</a> oder <a title="Jubii" href="http://jubii.com" target="_blank">Jubii</a>.</p>
<p>Vielleicht bin ich zu sehr an das Web 1.0 gewöhnt, aber für mich hat in einer Domain kein Punkt vor der Domainendung zu kommen.</p>
<p>Mehr fällt mir im Moment nicht ein. Jeder Leser ist dazu eingeladen seine Wünsche zu ergänzen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://wolfgang-ruge.name/2008/04/30/web-20-servicepack-1/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Von Graswurzeln und Wolken – Gedanken zur Zukunft des Internets</title>
		<link>http://wolfgang-ruge.name/2008/03/21/von-graswurzeln-und-wolken-%e2%80%93-gedanken-zur-zukunft-des-internets/</link>
		<comments>http://wolfgang-ruge.name/2008/03/21/von-graswurzeln-und-wolken-%e2%80%93-gedanken-zur-zukunft-des-internets/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 20 Mar 2008 23:01:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wruge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienwelt und Medienbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Clouds]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Graswurzel]]></category>
		<category><![CDATA[Internetzukunft]]></category>
		<category><![CDATA[Machtstrukturen]]></category>
		<category><![CDATA[Netzneutralität]]></category>
		<category><![CDATA[Social Web]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://wolfgang-ruge.name/2008/03/21/von-graswurzeln-und-wolken-%e2%80%93-gedanken-zur-zukunft-des-internets/</guid>
		<description><![CDATA[Superstar Internet Das Internet ist der Superstar unter den Medien. Für die klassischen Medien ist es oftmals Konkurrenz. Seit Jahren verlieren die Tageszeitungen Leser an die Newsangebote im Web und der neue Trend Videos über das Netz zu verbreiten wird in den kommenden Jahren sicherlich in Konkurrenz zum Fernsehen treten. Diese Konkurrenzsituation, die letztendlich in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Superstar Internet</h3>
<p>Das Internet ist der Superstar unter den Medien. Für die klassischen Medien ist es oftmals Konkurrenz. Seit Jahren verlieren die Tageszeitungen Leser an die Newsangebote im Web und der neue Trend Videos über das Netz zu verbreiten wird in den kommenden Jahren sicherlich in Konkurrenz zum Fernsehen treten. Diese Konkurrenzsituation, die letztendlich in einer Spezialisierung der einzelnen Medien und nicht in einem Untergang des einen enden wird, wird oftmals vergessen, dass das Internet nach anderen Regeln „funktioniert“ als ein klassisches Massenmedium.</p>
<p>Massenmedien funktionieren nach einem einfachen Prinzip: Ein Sender bedient mehrere Empfänger. Die Auswahl, womit der Empfänger bedient wird, obliegt zumeist einer Redaktion. Im Internet kann ein jeder zum Sender werden. Mittlerweile ist nicht einmal eine eigene Homepage Voraussetzung. Ob <a href="http://www.blogger.com" title="Blogger" target="_blank">Blogger</a> oder <a href="http://www.wordpress.com" title="Wordpress" target="_blank">WordPress</a>, in wenigen Klicks ist ein Blog online. Empfehlenswerte Webseiten speichert man bei <a href="http://del.icio.us" title="Del.icio.us" target="_blank">Del.icio.us</a>, <a href="http://www.mister-wong.de" title="Mister Wong" target="_blank">Mister Wong</a> oder <a href="http://www.diigo.com" title="Diigo" target="_blank">Diigo</a>. Für Fotos und Medien gibt es <a href="http://www.flickr.com" title="Flickr" target="_blank">Flickr</a>, <a href="http://www.youtube.com" title="Youtube" target="_blank">Youtube</a>, <a href="http://www.sevenload.de" title="Sevenload" target="_blank">Sevenload</a> und viele mehr.</p>
<h3><span id="more-19"></span>Artikulationen im basisdemokratischen Raum</h3>
<p>Sich im Internet zu artikulieren ist auch für den technisch unbegabten Normalsurfer keine Schwierigkeit mehr. Dies hat zur Folge, dass sich im Internet eigene Kulturen bilden, so dass man das Internet nicht nur als eine Verbindung von (seelenlosen (?)) Rechnern sehen kann, sondern auch als Kulturraum.  Ich erachte eine Analyse dieses Kulturraums für unbedingt notwendig und wichtige Grundlagen wurden auch schon geschaffen. <a href="http://henryjenkins.org/" title="Henry Jenkins">Henry Jenkins</a> beschreibt in „Convergence Culture“ neue Formen der Vergemeinschaftung, bei denen das Internet eine große Rolle spielt. <a href="http://www.danah.org/" title="Danah Boyd" target="_blank">Danah Boyd</a> liefert Grundlageforschung zu <a href="http://jcmc.indiana.edu/vol13/issue1/boyd.ellison.html" title="Soziale Netze" target="_blank">Sozialen Netzen</a>. Und auch im deutschsprachigen Raum finden sich mittlerweile Forschungsmethoden, die auf den Kulturraum Internet zugeschnitten sind (<a href="http://www.uni-magdeburg.de/iew/web/Marotzki/03/virt_Communities/Marotzki_2003.pdf" title="Online Ethnografie" target="_blank">Online-Ethnografie</a>, <a href="http://www.slideshare.net/joerissen/avatare-bildungsaspekte-digitaler-krperlichkeit" title="Avataranalyse" target="_blank">Avataranalyse</a>, <a href="http://bildungsforschung.org/bildungsforschung/Archiv/2007-02/diskursanalyse/" title="Diskursanalyse">Diskursanalyse multimedialer Artikulationen</a>).</p>
<p>Das Internet als Kulturraum zu sehen hat sich also durchgesetzt. Die neuen Gemeinschaftsformen haben – so scheint es zumindest – eine große Gemeinsamkeit: Eine basisdemokratische Ausrichtung. In der <a href="http://www.wikipedia.org" title="Wikipedia" target="_blank">Wikipedia</a> entscheidet die Mehrheit was Lesenswert ist, die Tags eines jeden Nutzer bei Flickr oder del.icio.us haben die gleiche Wertigkeit. In diesen Strukturen scheint das Medium als Botschaft durchzuschimmern, sind doch in der technischen Basis des Internets alle Datenströme gleich (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Netzneutralit%C3%A4t" title="Netzneutralität" target="_blank">Netzneutralität</a>).</p>
<p>Die Netzneutralität scheint wie geschaffen für eine Form der Graswurzel-(Mikro)-Politik. Die eingefahrenen Machstrukturen der Mediokratie können im Internet unterlaufen werden. Das Internet scheint wie geschaffen, die Basis für eine urdemokratische Gesellschaft zu sein – sind doch alle Daten gleich und folglich schwer zu zensieren.</p>
<h3>Die Wolken am Horizont: Machtkonzentration im Internet</h3>
<p>Ein genauerer Blick auf die Strukturen des Internets zerstört diesen schönen Traum jedoch. Die großen Netzbetreiber arbeiten an einer Aufhebung der Netzneutralität. Datenpakete könnten dann nach Wichtigkeit (wie immer diese definiert ist) gefiltert werden. Dabei geht es jedoch vor allem um kommerzielle und weniger um politische Interessen.</p>
<p>Die Machtkonzentration im Internet findet auf einer anderen Ebene statt, auf der der so genannten Content-Provider (Gemeint sind Anbieter die Inhalte anbieten. Also sowohl Spiegel-Online als auch Youtube). Auf dieser Ebene lässt sich <a href="http://www.zweinull.cc/das-internet-wird-zur-cloud/" title="Das Internet wird zur Cloud" target="_blank">ein Wandel des Internets zur Cloud</a> beobachten.</p>
<p>Der Begriff des Cloud Computing meint, dass Anbieter Speicherplatz und Datentransfer von anderen anmieten, also die technische Infrastruktur auslagern. Das ist erstmal nichts neues, lohnt sich doch gerade für viele kleinere Homepage kein eigener Server, so dass ein Shared Hosting Paket ausreicht.  Neu ist jedoch, dass dies zum Massenphänomen wird, da auch die privaten Nutzer nun ihre Daten ins Internet stellen. Dafür mieten sie selten eigenen Platz, dies hat zur Folge, dass sich die Daten des Internets zu einem Großteil in diesen Clouds ansammeln. Millionen Videos und Blogs liegen bei Youtube und Blogger auf Google-Servern, kleinere Startups hosten ihren Speicherplatz bei <a href="http://www.amazon.com/gp/browse.html?node=16427261" title="Amazon S3" target="_blank">Amazons Dienst S3</a>, Flicr und Del.ico.us gehören zu <a href="http://www.yahoo.de" title="Yahoo" target="_blank">Yahoo</a>. Würden diese 3 Unternehmen durch einen unglücklichen Zufall auf einmal Offline gehen, wäre der Webhimmel fast wolkenlos und ziemlich leer (Zum Glück ist dies relativ unwahrscheinlich).</p>
<p>Ist dies nun das Ende der Basisdemokratischen Ausrichtung des Internets? Sorgen die Wolken dafür, dass den Graswurzeln die Sonne fehlt? Wird auch das Internet zu einer Gemeinschaft mit elitären Machtstrukturen? Sind <a href="http://www.amazon.com" title="Amazon" target="_blank">Amazon</a>, <a href="http://www.yahoo.com" title="Yahoo" target="_blank">Yahoo</a> und <a href="http://www.google.de" title="Google" target="_blank">Google</a> die Volksparteien des Internets?</p>
<p>In meinen Augen sind dies die entscheidenden Fragen für die Zukunft des Internets. Sie zu beantworten ist ein schwieriges Unterfangen. Es gilt zwei Seiten zu untersuchen. Die technische und die soziale. Technisch wird man vielleicht feststellen, dass sich „Machtzentren“ bilden. Sozial werden sich weiterhin basisdemokratischen Gemeinschaften durchsetzen.</p>
<p>Technisch in Machtclouds eingeteilt – sozial Basisdemokratisch organisiert? Ist das die Zukunft des Internets?</p>
<p>Ich werde die Frage an dieser Stelle unbeantwortet lassen. Denn ähnlich wie die Einschätzung, der weltweite Bedarf an Personal-Computern betrage 3, würde sich meine Antwort wohl als großer historischer Irrtum erweisen.</p>
<p>Die Kommentare sind geöffnet. Antworten auf die offenen Fragen erbeten.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://wolfgang-ruge.name/2008/03/21/von-graswurzeln-und-wolken-%e2%80%93-gedanken-zur-zukunft-des-internets/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
