Dissertation

Seit Mitte des SoSe 2011 arbeite ich an einer Disseratation zum Thema Bildungpotenziale im Kinderfilm. Das Vorhaben wird im folgenden kurz skizziert:

Kurzvorstellung

Ziel des Promotionsvorhabens ist es, die Bildungspotenziale, die der Kinderfilm seinen Rezipienten in Bezug auf »Kindheit« und »Kind sein« offeriert, zu beschreiben. Dabei steht die Frage im Vordergrund, ob sich zeithistorische und kulturelle Differenzen zeigen. Im Unterschied zu gängigen Forschung im Bereich »Kinder/Kindheit und Film«, welche vordergründig die Rezipienten in den Blick nimmt und ihre Nutzung des Medienangebots fokussiert, steht hier die formale Analyse der Filme im Sinne der Strukturalen Medienbildung im Mittelpunkt.

Das skizzierte Forschungsfeld stellt ein Desiderat dar, da bisher wenige formale Analysen von Kinderfilmen existieren und sich die Forschung in diesem Bereich auf historische Überblicke, die ihrem kursorischen Charakter folgend nur oberflächlich auf einzelne Filme eingehen können, und Einzelfallanalysen beschränkt. Die genaue Analyse der Filme – so scheint es – steht noch im Schatten der Rezipientenforschung. Eine erhöhte Frequenz an Publikationen zu diesem Thema deutet aber auf dessen Aktualität hin.

Methodisch kommt eine Kombination aus neoformalistischer Filmanalyse  und Grounded Theory zum Einsatz, wobei die Filmanalyse zur formalen Analyse der einzelnen Filme eingesetzt wird und das der Grounded Theory entlehnte Prinzip des Offenen Codierens zu einer Musterbildung mittels minimaler und maximaler Kontrastierung führen soll. Dabei werden die zu analysierenden Kategorien nicht vorab festgelegt, sondern emergieren im Codierprozess aus dem Material.

Um beim Feldzugang nicht von der hohen Materialmenge überrannt zu werden, werde ich in der ersten Erhebungsphase ein vorab definiertes Feld von vier Motivgruppen einer Analyse unterziehen, um daran anschließend, dem Prinzip des theoretischen Samplings folgend, eine Ausweitung der Materialbasis vorzunehmen. Ich hoffe dabei in der ersten Erhebungsphase die Heterogenität des Feldes möglichst gut abzubilden.

Als Ergebnis der Arbeit erhoffe ich mir eine Typologie der Kindheitsdarstellungen im Kinderfilm und der ihr inhärenten Bildungspotenziale.

Dokumente:

Skizze des Forschungsfeldes

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