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	<title>Wolfgang Ruge</title>
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	<description>kleiner Denker mit großer Stirn</description>
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		<title>Educamp Tag 2</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Feb 2010 12:18:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wruge</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Etwas später als angekündigt, wird es nun Zeit für den zweiten Teil meines Educamp-Berichts. Nach der obligatorischen Session-Planung fand die im Web viel diskutierte Podiumsdiskussion statt. Meine Meinung zu der Diskussion habe ich bei Jean-Pol Martin und Benjamin Jörissen schon geäußert, weshalb ich an dieser Stelle nur kurz zusammenfasse: Die Diskussionsrunde war eine sinnvolle Ergänzung, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Etwas später als angekündigt, wird es nun Zeit für den zweiten Teil meines Educamp-Berichts. Nach der obligatorischen Session-Planung fand die im Web viel diskutierte Podiumsdiskussion statt. Meine Meinung zu der Diskussion habe ich bei <a title="Mein Kommentar bei Prof. Dr. Martin" href="http://jeanpol.wordpress.com/2010/02/07/ec10hh-mons7-und-die-bottom-up-guerilla/#comment-2075">Jean-Pol Martin</a> und <a title="Mein Kommentar bei Benjamin Jörissen" href="http://joerissen.name/allgemein/nachgedanken-zum-educamp-2010-hamburg/comment-page-1/#comment-270">Benjamin Jörissen</a> schon geäußert, weshalb ich an dieser Stelle nur kurz zusammenfasse: Die Diskussionsrunde war eine sinnvolle Ergänzung, die den Blick dafür geschärft hat, wie vielseitig die Problematik „Internet und Bildung“ betrachtet werden kann. Auch zwischen die beiden medienfreundlichen Pole der Mediendidaktik und der (strukturalen) Medienbildung zeichnen stehen sich teilweise konträr gegenüber.</p>
<p>Nach der Diskussionsrunde stand das, von allen Teilnehmern positiv aufgenommene, gemeinsame Mittagsessen in der Mensa an. Anschließend stand für mich die mit „Forschung , Erkenntnisse, Aktionsforschung“  (<a title="Mos Homepage" href="http://mosworld.wordpress.com/">Mostofa Akbari</a> u.a.) betitelte Session auf dem Programm. Aufgrund von Platzmangel mussten wir leider ins Foyer ausweichen, was aber nur dazu führe, dass wir im wahrsten Sinne des Wortes näher zusammenrücken. In der Session wurde sehr kontrovers über Forschungsfragen und Forschungslogiken diskutiert. Mein Eindruck war, dass alle Teilnehmer etwas mitgenommen haben und die Session wahrscheinlich ohne Probleme einen zweiten Slot ausgefüllt hätte. Meiner Meinung nach ist diese Form einer sehr offenen Diskussion wichtig für den interdisziplinären Austausch und sollte, sofern sich genügend wissenschaftlich interessierte auf dem entsprechenden Educamp tummeln, einen festen Platz im Programm finden.</p>
<p>Anschließend ging es in der Session über das „Portfolio-Paradox“(<a title="Blog Christina Schwalbe" href="http://blogs.epb.uni-hamburg.de/schwalbe/">Christina Schwalbe</a>, <a title="Sebastians Homepages" href="http://sebastian-ploenges.com/">Sebastian Plönges</a>, <a title="Homepage Kerstin Mayrberger" href="http://kerstin.mayrberger.de/blog/">Kerstin Mayrberger</a>, <a title="Christian Beermann" href="http://espressodoppio-blog.de/">Christian Beermann</a>) mehr um lehrpraktische Erfahrungen. Dabei wurde deutlich, dass auch der Begriff des (E-) Portfolios nicht ganz eindeutig definiert werden kann und verschiedene Konzepte über die Form und Aufgabe des Instrumentariums bestehen. Am Ende standen wenige Lösungen und viele Fragen, die nun in einer <a title="Portfolio-Wave" href="https://wave.google.com/wave/?nouacheck#restored:wave:googlewave.com!w%252B-iduqrxvC.3">Google-Wave</a> weiter diskutiert werden.</p>
<p>In der Session zum Manifest „Keine Bildung ohne Medien“ (<a title="Homepage Benjamin Jörissen" href="http://www.joerissen.name">Benjamin Jörissen</a>, <a title="Homepage Kerstin Mayrberger" href="http://kerstin.mayrberger.de/blog/">Kerstin Mayrberger</a>) ging es schließlich um die Frage, wie Medienbildung in Bildungsinstitutionen verankert werden kann. Gerade diese Session zeigt, wie sehr die Educamps als Scharnier zwischen „Wissenschaft“ und „Praxis“ gebraucht werden, da beide Seiten voneinander profitiere, wofür aber immer wieder Schnittstellen erzeugt werden müssen. Als potenzielle Schnittstellen wurden unter anderem Bibliotheken und die Lehramtsbildung gefunden, aber auch die Idee eines Medienbeauftragen an Schulen wurde in verschiedenster Ausführungen diskutiert.</p>
<p>Am Abschluss des Educamps stand eine Feedbackrunde. Die Rückmeldungen waren überwiegend positiv und bemängelt wurden überwiegend Kleinigkeiten. Daher denke ich, dass die meisten Teilnehmer, auch die Diskussionsrundenkritiker, dem Camp ein positives Zeugnis ausstellen. Bleibt zu hoffen, dass die nächsten Educamps ähnlich gut organisiert werden…</p>
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		<title>Auf Augenhöhe – ec10hh – Tag 1</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 20:39:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wruge</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am letzten Wochenende haben Christopher Könitz und ich das Educamp in Hamburg besucht. Dieses war die Reise mehr als Wert. Da die schon verfassten Beiträge (eine Übersicht findet sich hier) und insbesondere der am stärksten diskutierte Beitrag von Jean-Pol Martin in meinen Augen ein falsches Licht auf das Camp werfen und einige Aspekte noch nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am letzten Wochenende haben <a title="Christopher Könitz" href="http://www.koenitz.net">Christopher Könitz</a> und ich das Educamp in Hamburg besucht. Dieses war die Reise mehr als Wert. Da die schon verfassten Beiträge (eine Übersicht findet sich <a title="Educamp: Nachlese" href="http://educamp.mixxt.de/networks/wiki/index.ec10hh_Nachlese">hier</a>) und insbesondere der am stärksten diskutierte <a title="Bottom Up" href="http://jeanpol.wordpress.com/2010/02/07/ec10hh-mons7-und-die-bottom-up-guerilla/">Beitrag von Jean-Pol Martin</a> in meinen Augen ein falsches Licht auf das Camp werfen und einige Aspekte noch nicht beleuchtet wurden, möchte ich auch noch einige Worte verlieren. Der Blick ist subjektiv, natürlich nur ein Einzelfall. Er ist hangelt sich bewusst ein Kleinigkeiten entlang, um die Veranstaltung nicht auf ein einziges Event zu verengen.</p>
<p>Beginnen möchte ich mit einem obligatorischen, aber dadurch nicht weniger verdienten, Lob für die <a title="Educamp: Ansprechpartner" href="http://blogs.epb.uni-hamburg.de/educamp/ansprechpartner/">Organisatoren</a> der Veranstaltung. Soweit ich als normaler Gast dieses beurteilen kann, lief die Veranstaltung reibungslos ab. Für das leibliche Wohl der Gäste war gesorgt: Obst und kalte Getränke gab es gratis. Darüber hinaus erhielt man an jedem Tag drei Gutscheine für warme Getränke und für ein Mensaessen. Das ganze funktionierte ohne einen Unkostenbeitrag und wurde allein durch Sponsoren finanziert. Für die geistige Ertüchtigung war durch ein Angebot von über <a title="Educamp: Sessionangebot" href="http://blogs.epb.uni-hamburg.de/educamp/ueber/ablauf/#freitag">50 Sessions </a>gesorgt. Dieses war ausgesprochen vielseitig. Es manchmal war es schade, dass man sich für eine vier zeitgleich angebotenen Sessions entscheiden musste.  Für die von mir besuchten Sessions kann ich ausnahmslos großes Lob aussprechen.</p>
<p>In der Session zum <em>Cloud Computing </em>blieb am Ende leider kaum Diskussionszeit, der Vortrag war aber sehr lehrreich und didaktisch sehr gut aufbereitet. Die von <a title="Helge Städtler" href="http://www.ifeb.uni-bremen.de/wordpress_staedtler/?p=1946">Helge Städtler</a> vorgestellte Methode des <em>Kobotio Dispatching </em>sollte insbesondere in technikaffinen Studiengängen öfters mal am Seminar anfange stehen. Ein persönliches Highlight war die Doppelsession zur <em>Bildungsforschung 2.0</em>, die insbesondere den Forschungsinteressierten in mir angesprochen hat (Ein längerer Beitrag zur Session findet sich bei <a title="BiFo 2.0 bei Tamara" href="http://taragramm.wordpress.com/2010/02/07/educamp-in-hamburg-teil-1/">Tamara Bianco</a> und <a title="BiFo 2.0" href="http://2headz.ch/blog/2010/02/educamp-wissenschaftszirkus/">Mandy Schiefner</a>). Es war sehr interessant zu sehen, wie der Begriff „Bildungsforschung“ in unterschiedlichen Fachbereichen mit Inhalt gefüllt wird und das dahinter, wie mir in einer Session zu Forschungsmethoden am nächsten Tag deutlich wurde, nicht nur andere Vokabeln, sondern auch gänzlich unterschiedliche Forschungslogiken stehen. Ein x.0 stand auch am Ende meines Tages mit einer Session zur <em>Literaturarbeit x.0</em>, die unter anderem dank der regen Beteiligung von <a title="Anne Christensen bei Twitter" href="http://twitter.com/xenzen">Anne Christensen</a> und <a title="Lambert Heller" href="http://wikify.org/">Lambert Heller</a> sehr interessante Diskussionen bot (Auch die anderen Teilnehmer waren sehr engagiert und eröffneten mir neue Perspektiven, ich habe nur bisher von ihnen keine Webseiten gefunden, die ich hier verlinken kann. Also wer auch in die Aufzählung möchte: einfach schreien).</p>
<p>Nach einem leckerem, aber leider viel zu reichlichen Essen beim türkischen Restaurant um die Ecke, ging es weiter zum Abendprogramm, welches wir dank der kompetenten Führung von <a title="Lisa Rosa" href="http://shiftingschool.wordpress.com/about/">Lisa Rosa</a> auch fanden. Ihrer Aufforderung am Samstagabend durchzumachen und morgens auf den Fischmarkt zu gehen, konnte ich leider nicht umsetzen. In der &#8220;Luba Luft&#8221; (So der schöne Name der Kneipe) habe ich dann von <a title="Die autopoietische Wende" href="http://disqus.com/forums/autopoietictumblelog/ec10hh_ex_post/trackback/">Sebastian</a> erfahren, dass die Hamburger magdeburger Begeisterung über die Schönheit der Hamburger Unigebäude nicht nachvollziehen können.</p>
<p>Generell habe ich den ganzen Tag mit vielen Praktikern, Forschern und denen, die solche werden wollen, eine Diskussion auf Augenhöhe geführt, die von einem freundlichen, antiautoritären aber dennoch respektvollen Umgang miteinander geprägt war. Wenn also in den Blogbeiträgen auf einen Gegensatz zwischen „den Forschern“ und den „Educamp natives“ gesprochen wird, frage ich mich, wo dieser Gegensatz spürbar war. Der Samstag und die „legendäre“ Podiumsdiskussion bekommen einen eigenen Beitrag, aber erst <span style="text-decoration: line-through;">morgen</span> samstag…</p>
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		<title>Präsentationen im November/Dezember</title>
		<link>http://wolfgang-ruge.name/2009/12/27/prasentationen-im-novemberdezember/</link>
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		<pubDate>Sun, 27 Dec 2009 22:08:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wruge</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In den letzten Wochen habe ich die Updates auf dieser Homepage etwas schleifen lassen und gehaltene Präsentationen nur unter dem Menüpunkt „Studium“ nicht aber auf der Startseite gelistet. Letzteres hole ich hiermit nach.
Folgende Präsentationen habe ich im November und Dezember (alle zusammen mit Christopher Könitz) gehalten:
Kurzpräsentation zur Rahmenanalyse von Erwing Goffman

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Paul Otlet und das Mundaneum

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Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den letzten Wochen habe ich die Updates auf dieser Homepage etwas schleifen lassen und gehaltene Präsentationen nur unter dem Menüpunkt „Studium“ nicht aber auf der Startseite gelistet. Letzteres hole ich hiermit nach.</p>
<p>Folgende Präsentationen habe ich im November und Dezember (alle zusammen mit <a title="Christopher Könitz" href="http://koenitz.net">Christopher Könitz</a>) gehalten:</p>
<h4>Kurzpräsentation zur Rahmenanalyse von Erwing Goffman</h4>
<ul>
<li><a title="Rahmenanalyse - PDF" href="http://wolfgang-ruge.name/wp-content/uploads/2009/11/rahmenanalyse.pdf">PDF</a></li>
<li><a title="Slideshare - Rahmenanalyse" href="http://www.slideshare.net/wruge/rahmenanalyse">Slideshare</a></li>
<li><a title="Scribd - Rahmenanalyse" href="http://www.scribd.com/doc/23162622/Rahmenanalyse">Scribd</a></li>
</ul>
<h4>Paul Otlet und das Mundaneum</h4>
<ul>
<li><a title="PDF - Olet" href="http://wolfgang-ruge.name/wp-content/uploads/2009/04/otlet.pdf">PDF</a></li>
<li><a title="Slideshare - Otlet" href="http://www.slideshare.net/wruge/paul-otlet-und-das-mundaneum">Slideshare</a></li>
<li><a title="Scrib - Otlet" href="http://www.scribd.com/doc/23875324">Scribd</a></li>
</ul>
<h4>Der Film „Tracey Fragments“ unter der Perspektive der Filmtheorie Gill Deleuzes</h4>
<ul>
<li><a title="Tracey - PDF" href="http://wolfgang-ruge.name/wp-content/uploads/2009/12/Tracey.pdf">PDF</a></li>
<li><a title="Slideshare - Tracey" href="http://www.slideshare.net/wruge/das-zeitbild-in-the-tracey-fragments-2766998">Slideshare</a></li>
<li><a title="Scribd - Tracey" href="http://www.scribd.com/doc/24425030/Das-Zeitbild-in-The-Tracey-Fragments">Scribd</a></li>
</ul>
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		</item>
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		<title>Arbeit im japanischen Film &#8211; Präsentation online</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 15:20:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wruge</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern hielten Christopher Könitz und ich eine Präsentation über die Darstellung von Arbeit im japanischen Film der 1960er-Jahre. Wir haben diese Fragestellung modernisierungstheoretisch gerahmt und anhand der Filme „The naked island“ (1960) und „Woman in the Dunes“ (1964) erörtert. Die Folien stehen ab heute zum Download bereit.

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]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern hielten <a title="Homepage von Christopher Könitz" href="http://www.koenitz.net">Christopher Könitz</a> und ich eine Präsentation über die Darstellung von Arbeit im japanischen Film der 1960er-Jahre. Wir haben diese Fragestellung modernisierungstheoretisch gerahmt und anhand der Filme „The naked island“ (1960) und „Woman in the Dunes“ (1964) erörtert. Die Folien stehen ab heute zum Download bereit.</p>
<ul>
<li><a title="PDF - Arbeit im japanischen Film" href="http://wolfgang-ruge.name/wp-content/uploads/2009/11/arbeit-japanischer-film-1960er.pdf">PDF</a></li>
<li><a title="Slideshare - Arbeit im japanischen Film" href="http://www.slideshare.net/wruge/die-darstellung-von-arbeit-im-japanischen-film-der-1960er-jahre">Slideshare</a></li>
<li><a title="Scribd - Arbeit im japanischen Film" href="http://www.scribd.com/doc/22103239/Die-Darstellung-von-Arbeit-im-japanischen-Film-der-1960er-Jahre">Scribd</a></li>
</ul>
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		</item>
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		<title>Grounded Theory Ausarbeitung online</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Oct 2009 22:31:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wruge</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[anselm Strauss]]></category>
		<category><![CDATA[axiales Kodieren]]></category>
		<category><![CDATA[formale Theorie]]></category>
		<category><![CDATA[Grounded Theory]]></category>
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		<description><![CDATA[Im letzten Semester habe ich eine Präsentation zur „Grounded Theory“ gehalten.  Die zugehörige Ausarbeitung  kann nun auf dieser Homepage als PDF heruntergeladen werden und steht auf den Plattformen Slideshare und Scribd zur Verfügung.

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]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im letzten Semester habe ich eine <a title="Präsentation Grounded Theory" href="http://wolfgang-ruge.name/tag/grounded-theory/">Präsentation</a> zur „Grounded Theory“ gehalten.  Die zugehörige Ausarbeitung  kann nun auf dieser Homepage als PDF heruntergeladen werden und steht auf den Plattformen Slideshare und Scribd zur Verfügung.</p>
<ul>
<li><a href="http://wolfgang-ruge.name/wp-content/uploads/2009/09/grounded-theory-ausarbeitung.pdf"></a><a title="PDF - Grounded Theory" href="http://wolfgang-ruge.name/wp-content/uploads/2009/09/grounded-theory-ausarbeitung.pdf">PDF</a></li>
<li><a title="Slideshare - Grounded Theory" href="http://www.slideshare.net/wruge/grounded-theory-ausarbeitung">Slideshare</a></li>
<li><a title="Scribd - Grounded Theory" href="http://www.scribd.com/doc/21923791">Scribd</a></li>
</ul>
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		<title>Verstehen ist Präsentation, oder: LdL als autodidaktisches Prinzip</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Oct 2009 16:10:33 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwelt und Medienbildung]]></category>
		<category><![CDATA[exzerpieren]]></category>
		<category><![CDATA[Exzerpte]]></category>
		<category><![CDATA[Präsentation]]></category>
		<category><![CDATA[wissenschaftliches Arbeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Zen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Überschrift dieses Beitrags klingt auf den ersten, und wahrscheinlich auch zweiten, Blick etwas kryptisch. Daher will ich kurz anreißen, was sich hinter diesem Beitrag verbirgt: Es ist die Geschichte davon, wie sich meine Arbeitsweise im Umgang mit wissenschaftlichen Texten dadurch verändert hat, dass ich bei der grafischen Gestaltung meiner Präsentationen mittlerweile auf den Zen-Ansatz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Überschrift dieses Beitrags klingt auf den ersten, und wahrscheinlich auch zweiten, Blick etwas kryptisch. Daher will ich kurz anreißen, was sich hinter diesem Beitrag verbirgt: Es ist die Geschichte davon, wie sich meine Arbeitsweise im Umgang mit wissenschaftlichen Texten dadurch verändert hat, dass ich bei der grafischen Gestaltung meiner Präsentationen mittlerweile auf den Zen-Ansatz von Garr Reynolds setze (zum Ansatz vgl. <a title="Garr Reynolds bei Google" href="http://www.youtube.com/watch?gl=DE&amp;hl=de&amp;v=DZ2vtQCESpk">Reynolds‘ Vortrag bei Authors@Google</a>).</p>
<p>Wenn man als Student wissenschaftliche Texte liest, geschieht dies meist im dem – wenn auch nur implizit formulierten – Anspruch diesen zu verstehen und wenn möglich seine Inhalte auch über die kommende Seminarsitzung im Gedächtnis zu behalten. Bei weniger komplexen Texten sind dafür meistens Unterstreichungen im Text und Randnotizen ausreichend und es gibt sicherlich auch n Arbeiten, deren Aussagekraft sich auf die wenigen Sätze beschränkt, die man unterstrichen hat. Allerdings stellen diese die Ausnahme dar und ein Weiterarbeiten mit diesen Texten lohnt sich in der Regel nicht. Für komplexere Theoriegebilde reichen Unterstreichungen und Randnotizen allerdings nicht aus, einfach aus deshalb, weil viele davon im Suhrkamp-Verlag erscheinen und bei den Taschenbuchausgaben kaum mehr als ein Wort auf dem knappen Rand Platz findet (Wer mir nicht glaubt kann ja mal Versuchen einen Textabschnitt mit der Randnotiz „implizite Epistemologie“ oder „archimedischer Punkt“ zu versehen <img src='http://wolfgang-ruge.name/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> ).</p>
<p>Die Lösung des Problems: Man schreibt Exzerpte. Es gibt viele Einführungen darüber, wie man dieses Schreiben möglichst erfolgreich gestaltet, im Prinzip laufen sie aber alle auf das gleiche hinaus: Ein Exzerpt muss auch mit einigen Jahren Abstand, in denen man sich im schlechtesten Fall nicht mit der Theorie beschäftigt hat, verständlich sein. Aus arbeitsökonomischen Gründen sollten sie auch so formuliert sein, dass sie bei Bedarf in eine Hausarbeit einfließen können – denn, sind wir mal ehrlich: Wir lesen Texte nicht nur zum Spaß, wir wollen irgendwann für die Arbeit Credits und Leistungsscheine sehen.</p>
<p>Nun hat man also eine schriftliche Zusammenfassung des Textes. Diese ist die Grundlage für jede Arbeit, denn wer will schon immer, wenn er mal einen Punkt der Theorie für eine Arbeit braucht, das ganze Buch nach der richtigen Stelle durchblättern. Ich nutze, um die Chance, dass sich der Text für mich leichter erinnern lässt, eine weitere Methode, die einfach aus der Struktur meines Studienganges entstanden ist: Da wir viele Präsentationen halten und diese in den meisten Seminaren obligatorisch sind, baue ich mir eine Kurzpräsentation zusammen, die die Kernthesen des Textes zusammenfasst. Ich baue mir ein Lernmedium für den Eigenbedarf – ich lernen sozusagen indem ich mich selbst lehre – womit der zweite Teil der Überschrift erklärt wäre. Das klingt jetzt nach unendlich viel Mehrarbeit, aber da ich meistens eh eine Präsentation zu dem Thema des Textes halte, müsste ich die Arbeit eh früher oder später machen.</p>
<p>Wenn man von der Schule kommt, zumindest war das in meinem Fall so, kennt man Präsentationen als Aneinanderreihung von Bulletpoints. Dementsprechend sahen auch die Präsentationen aus, die ich mir gedanklich gehalten habe. Eine Aneinanderreihung von Listen, die die wichtigsten Punkte der Theorie zusammenfassen.  Die Grundzüge des Prinzips von „sozialen“ und „natürlichen Rahmen“ aus Goffmans Rahmen-Analyse hätte ich im BA-Studium im ersten Semester wohl so zusammengefasst:</p>
<div id="attachment_138" class="wp-caption aligncenter" style="width: 160px"><a href="http://wolfgang-ruge.name/wp-content/uploads/2009/10/rahmen-alt.jpg" rel="lightbox[140]"><img class="size-thumbnail wp-image-138" title="rahmen-alt" src="http://wolfgang-ruge.name/wp-content/uploads/2009/10/rahmen-alt-150x150.jpg" alt="Rahmen-Theorie im klassichen Powerpoint" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Rahmen-Theorie im klassichen Powerpoint</p></div>
<p>Irgendwann ab dem zweiten oder dritten Semester wäre ich wahrscheinlich auf den Gedanken gekommen eine Tabelle zu machen. Das Ende meines BA-Studiums markierte, das war wahrscheinlich einfach Zufall, auch das Ende der Powerpoint-Angewohnheiten, die ich aus der Schulzeit mitgeschleppt hatte. Schuld war der oben schon erwähnte Garr Reynolds mit seinem  Zen Ansatz und später Nancy Duarte mit ihrem Buch zur Slideology. Der Grundgedanke der beiden ist einfach: Packe weniger Text auf deine Folien. Wenn es schon viel Text sein muss, dann wenigstens ordentlich grafisch aufbereitet.  Meine Darstellung zur Rahmentheorie in einer Präsentation sehe wohl folgendermaßen aus:</p>
<div id="attachment_139" class="wp-caption aligncenter" style="width: 160px"><a href="http://wolfgang-ruge.name/wp-content/uploads/2009/10/rahmen.png" rel="lightbox[140]"><img class="size-thumbnail wp-image-139" title="rahmen" src="http://wolfgang-ruge.name/wp-content/uploads/2009/10/rahmen-150x150.png" alt="Rahmentheorie (neu)" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Rahmentheorie (neu)</p></div>
<p>Die Frage ist nun, wie hat sich mein Arbeiten mit Texten dadurch verändert. Zum einen kann die pädagogische Psychologie darauf eine Antwort geben: Bilder lassen sich einfacher erinnern als lange Textzeilen. Die Grafik 2 habe ich wahrscheinlich länger im Kopf, als ich mir die Aufzählung in Listen hätte merken können. Zum anderen fordert diese Art, eine Theorie zu visualisieren, eine intensivere Auseinandersetzung damit, wie die Theorie gebaut ist. Wenn ich zwei Dinge einfach in einer Tabelle gegenüberstelle, frage ich mich selten nach dem Verhältnis der beiden Dinge. A ist A, B ist B, irgendwas unterscheidet die beiden. Im einfachsten Fall ist A einfach das Gegenteil von B. Komplexere Verhältnisse lassen sich mit einer Tabelle nicht ausdrücken. Also spielt man in Gedanken verschiedene grafische Möglichkeiten durch. Ich bin bei der Rahmentheorie bei Zahnrädern gelandet, und habe das Rad der natürlichen Rahmen größer gemacht, um die von Goffman angenommene Dominanz auszurücken. Vielleicht gibt es bessere Möglichkeiten. Der Vorteil dieser Lösung gegenüber einer einfachen Liste oder Tabelle ist einfach: Wenn ich nun einen versuche einen dritten technologischen oder medialen Rahmen, den Goffman nicht aufführt, in die Theorie einzubauen, muss ich überlegen, wo ich ihn in der Grafik einsetze. Bei einer Tabelle hätte ich einfach eine Spalte hinzugefügt und gut wäre es.</p>
<p>Ich will nicht behaupten, meine Art mit Texten umzugehen sei die einzige, die Erfolg verspricht. Andere lesen vielleicht einen Text und verstehen ihn. Ich kann nur denjenigen, die eh im Studium präsentieren raten, es mal auszuprobieren. Im schlimmsten Fall bringt es keine Vorteile, im besten Fall, erhält man ein besseres Verständnis von Theorien und Übung im Präsentationsdesign.</p>
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		<title>Update Notenrechner</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Oct 2009 18:02:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wruge</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute habe ich den Notenrechner für den Studiengang Medienbildung überarbeitet. Version 2 enthält folgende Änderungen:

Die Modulnoten werden richtig gerundet
Eine Spalte für die Themen der Studienleistungen wurde eingefügt (irrelevant für Berechnung)
Der Rechner enhält nun eingetrage CP, die den Vorschlägen des Modulhandbuches entsprechen.
Die verschiedenen Rechner wurden in einer Datei zusammengefasst.

Download unter: http://wolfgang-ruge.name/studium/#notenrechner
(Bitte Kommentare auch an dieser Stelle abgeben)
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute habe ich den Notenrechner für den Studiengang Medienbildung überarbeitet. Version 2 enthält folgende Änderungen:</p>
<ul>
<li>Die Modulnoten werden richtig gerundet</li>
<li>Eine Spalte für die Themen der Studienleistungen wurde eingefügt (irrelevant für Berechnung)</li>
<li>Der Rechner enhält nun eingetrage CP, die den Vorschlägen des Modulhandbuches entsprechen.</li>
<li>Die verschiedenen Rechner wurden in einer Datei zusammengefasst.</li>
</ul>
<p>Download unter: <a title="Notenrechner Medienbildung" href="http://wolfgang-ruge.name/studium/#notenrechner">http://wolfgang-ruge.name/studium/#notenrechner</a></p>
<p>(Bitte Kommentare auch an dieser Stelle abgeben)</p>
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		<title>Von Descartes zu Deckard – Hausarbeit online</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Oct 2009 12:32:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wruge</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor längerer Zeit habe ich auf dieser Webseite auf meine Präsentation zu der Identitätsentwicklung künstlicher Intelligenzen im Film hingewiesen. Die Hausarbeit dazu hat etwas länger gedauert und ich möchte dem zuständigen Dozenten Benjamin Jörissen an dieser Stelle noch einmal für seine Geduld danken, die eine spätere Abgabe möglich machte. Die Hausarbeit, die zugegebenermaßen etwas länger [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor längerer Zeit habe ich auf dieser Webseite auf meine <a title="Präsentation - Künstliche Identität" href="http://wolfgang-ruge.name/2009/01/31/prasentation-kunstliche-identitat/">Präsentation</a> zu der Identitätsentwicklung künstlicher Intelligenzen im Film hingewiesen. Die Hausarbeit dazu hat etwas länger gedauert und ich möchte dem zuständigen Dozenten <a title="Homepage: Benjamin Jörissen" href="http://joerissen.name">Benjamin Jörissen</a> an dieser Stelle noch einmal für seine Geduld danken, die eine spätere Abgabe möglich machte. Die Hausarbeit, die zugegebenermaßen etwas länger geworden ist, kann auf dieser Homepage als PDF heruntergeladen werden und steht auf den Plattformen Slideshare und Scribd zur Verfügung.</p>
<ul>
<li><a title="PDF - Von Descartes zu Deckard" href="http://wolfgang-ruge.name/wp-content/uploads/2009/09/von-descartes-zu-deckard-webversion.pdf">PDF</a></li>
<li><a title="Slideshare - von Descartes zu Deckard" href="http://www.slideshare.net/wruge/von-descartes-zu-deckard-webversion">Slideshare</a></li>
<li><a title="Scribd - von Descartes zu Deckard" href="http://www.scribd.com/doc/20879553">Scribd</a></li>
</ul>
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		<title>Willkommen im Gestern – oder: warum das Internetmanifest nicht wirklich neu ist</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Sep 2009 16:30:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wruge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienwelt und Medienbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Cyberspace]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Internetmanifest]]></category>
		<category><![CDATA[kalifornische Ideologie]]></category>
		<category><![CDATA[Mediengeschichte]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Welt des Journalismus sorgte das Intermanifest führender Netzaktivisten für große Furore. 17 Regeln darüber wie der neue Journalismus funktioniert möchten die Verfasser aufstellen. Das Wort Journalismus 2.0 fällt nicht, aber garantiert wird so mancher Delicious-Nutzer die Webseite dementsprechend verschlagwortet haben.
Das Manifest ist nicht falsch, es stellt keine Lügen ins Netz. Als ein gutes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Welt des Journalismus sorgte das <a title="Internetmanifest" href="http://internet-manifest.de">Intermanifest</a> führender Netzaktivisten für große Furore. 17 Regeln darüber wie der neue Journalismus funktioniert möchten die Verfasser aufstellen. Das Wort Journalismus 2.0 fällt nicht, aber garantiert wird so mancher <a title="delicious" href="http://www.delicious.com">Delicious</a>-Nutzer die Webseite dementsprechend verschlagwortet haben.</p>
<p>Das Manifest ist nicht falsch, es stellt keine Lügen ins Netz. Als ein gutes Manifest oder gar einen Aufruf zum Aufbruch, zur Veränderung, kann ich es jedoch nicht sehen. Dazu ist es zu allgemein und zu einseitig formuliert.</p>
<p>Punkt 1, „Das Internet ist anders“, hat ungefähr die Aussagekraft des Satzes „Der Himmel ist blau“. Falsch ist er nicht, aber die Feststellung ist medienhistorisch gesehen keine Offenbarung. Auch das neue Medium Buch war zu seiner Zeit anders und erschuf „andere Öffentlichkeiten, andere Austauschverhältnisse und andere Kulturtechniken“ Die Medien mussten „ihre Arbeitsweise der technologischen Realität anpassen, statt sie zu ignorieren oder zu bekämpfen“. Somit galt, wie ich durch Zitate aus dem Manifest zu belegen hoffe, für das Buch damals das Gleiche wie heute für das Internet. Punkt 1 beschreibt also nur eine medienhistorische Konstante Aber nun gut, Punkt 1 ist eine generelle Feststellung quasi eine Präambel. Gleiches gilt für die folgenden Punkte. Auch das Buch wurde zum Wissensspeicher, wenn auch nicht für die Jackentasche so zumindest doch für das Regal. Und die Gesellschaft der Buchleser war eine andere als die der Nichtleser und hat das Wesen des Buches wieder geprägt.</p>
<p>Die nachfolgenden Punkte sind jedoch sehr einseitig. Ich werde nur einige herausgreifen:</p>
<p>„Die Freiheit des Internets ist unantastbar“ – oh wunderbar, dann muss ich mir um Netzsperren keine Sorgen machen, das Netz wird sie schon irgendwie umgehen. Die Aussage ist einfach falsch. Bestenfalls könnte man als lohnenswertes Ziel formulieren, das Internet solle unantastbar sein. Das erinnert wiederum an Barlows <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/1/1028/1.html">Unabhängigkeitserklärung des Cyberspace</a>. Das war 1996 – willkommen im 2. Jahrtausend.</p>
<p>„Das Internet ist der Sieg der Information“ &#8211; das hat schon Berthold Brecht sinngemäß über das Radio gesagt, und damit teilweise recht gehabt. Ein wunderbares Beispiel sind die Verkehrsmeldungen, die längst von autofahrenden Radiohörern mit Inhalt gefüttert werden.</p>
<p>„Das Internet <span style="text-decoration: line-through;">verändert</span> verbessert den Journalismus“ – Schön. Bild.de ist also per se besser als die Bild-Zeitung. Sicher es gibt einen neuen Journalismus, nur worin besteht dieser? (Siehe dazu auch den <a title="Die Taz zum Manifest" href="http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/bitte-redet-ueber-geld/">Taz-Artikel</a> von Julia Seeliger) Ich kann ja auch mal eine Hausarbeit abgeben, und sagen sie sei besser als die vorherige, weil ich mehr aus dem Internet zitiert hätte, mal sehen ob meine Dozenten mir das glauben würden.</p>
<p>Ich könnte weiterhin jeden Punkt einzeln kritisieren. Ich lasse es jedoch, um den Leser dieses Beitrages zu schonen. Was herauskommen würde kann ich nämlich wesentlich kürzer formulieren: </p>
<p>Das Manifest vereint, verschiedenste – sich widersprechendende – Ideologien. Der Glaube an die Freiheit des Internets ist typisch für den von Barlow ausgerufenen Cyberspace. Der Glaube an den Sieg der Qualität und die Regelung von Einnahmen allein durch den Markt ist typisch für den der <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/1/1007/1.html" title="kalifornische Ideologie">kalifornischen Ideologie</a> immanenten Neoliberalismus. Damit findet sich auch der Gegenspieler des Cyberspace in den 1990er Jahren im Manifest wieder. Und Punkt 17 „Alle für Alle“ fasst im Prinzip die Schwarmintelligenz zusammen und hebt die Aktivität der Nutzer hervor und nimmt somit die Positionen des Web 2.0 und der Folksonomy ein.</p>
<p>So liest sich das Manifest wie: Alles ist schön im Internet, Alles ist gut im Internet, Alles wird besser durch das Internet. Ein Messias-Glaube an ein neues Medium, der bei jeder technologischen Entwicklung auftaucht, genau wie der Glaube an einen mit der neuen Technik verbundenen Untergang des Abendlandes (Für das Internet z.B. vertreten durch Frank Schirmacher, der meint <a href="http://www.focus.de/kultur/buecher/tid-7846/medien_aid_137506.html" title="schirmacher rede">nur die Druckerpressen könnten das Abendland retten</a>). </p>
<p>Die Wahrheit, das zeigt die Mediengeschichte, liegt irgendwo dazwischen: Kein Medium ist vollkommen gut oder vollkommen schlecht. Daran ändert auch kein Manifest etwas. Für die Formulierung von Messias- und Teufels-Deklarationen über das Internet ist der neue Medium allerdings schon etwas zu alt. </p>
<p>Also liebe Autoren, schaut euch das Internet mal genauer an, ihr werdet auch negative Seiten entdecken. Und werft einen Blick in die Mediengeschichte &#8211; dazu müsstet ihr allerdings vielleicht mal ein Buch lesen&#8230; </p>
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		<title>Präsentation &#8220;Ungleichheit im Web2.0&#8243; online</title>
		<link>http://wolfgang-ruge.name/2009/07/03/prasentation-ungleichheit-im-web20-online/</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Jul 2009 15:46:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wruge</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[digital divide]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Ungleichheit]]></category>
		<category><![CDATA[Präsentation]]></category>
		<category><![CDATA[web2.0]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute haben Fabian Hameister und ich eine Präsentation über die Frage, was digitale Ungleichheit im Web 2.0 bedeuten könnte gehalten. Die Folien zur Präsentation können hier heruntergeladen werden.

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]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute haben Fabian Hameister und ich eine Präsentation über die Frage, was digitale Ungleichheit im Web 2.0 bedeuten könnte gehalten. Die Folien zur Präsentation können hier heruntergeladen werden.</p>
<ul>
<li><a title="Ungleichheit 2.0 -Slideshare" href="http://www.slideshare.net/wruge/divide20">Slideshare</a></li>
<li><a title="Ungleichheit 2.0 -Scribd" href="http://www.scribd.com/doc/17071238/Digitale-Ungleichheit-und-Web-20">Scribd</a></li>
<li><a title="Ungleichheit 2.0 - PDF" href="http://wolfgang-ruge.name/wp-content/uploads/2009/07/divide20.pdf">PDF</a></li>
</ul>
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