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	<title>Wolfgang Ruge &#187; Medienwelt und Medienbildung</title>
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	<description>Medienpädagoge / Filmanalytiker / Autodidakt / Teetrinker</description>
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		<title>Die nächste Mediosphäre</title>
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		<pubDate>Wed, 19 May 2010 20:26:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Ruge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienwelt und Medienbildung]]></category>
		<category><![CDATA[debray]]></category>
		<category><![CDATA[digitalisierung]]></category>
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		<description><![CDATA[Vorgestern twitterte ich die kurze These in die Welt hinaus, das konstitutive Merkmal der aktuellen/nächsten Mediosphäre sei nicht das Internet, sondern vielmehr die Idee der Digitalisierung. Nun wird es Zeit das ganze mal etwas länger als 140 Zeichen auszuführen. Auch &#8230; <a href="http://wolfgang-ruge.name/2010/05/19/die-nachste-mediosphare/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vorgestern twitterte ich die kurze These in die Welt hinaus, das konstitutive Merkmal der aktuellen/nächsten Mediosphäre sei nicht das Internet, sondern vielmehr die Idee der Digitalisierung. Nun wird es Zeit das ganze mal etwas länger als 140 Zeichen auszuführen.</p>
<p>Auch wenn mir etwas mehr Zeichen zur Verfügung stehen, handelt es sich bei diesem Beitrag mehr um lose Gedankenfetzen als um einen konsistenten Theorieentwurf. Hier steht ein Gedankenansatz, der funktionieren könnte, oder auch nicht.</p>
<p><span id="more-158"></span></p>
<h3>Zur Mediologie</h3>
<p>Der Begriff der Mediosphäre entstammt einer kulturwissenschaftlichen Perspektive der Medienforschung, die sich insbesondere in Frankreich hoher Popularität erfreut: Der Mediologie. Der Grundgedanke des Ansatzes besteht darin, dass</p>
<p style="margin-left: 35pt;">&#8220;bescheidene technische Modifikationen zu mehr oder weniger auf- und abwertenden -ismen werden&#8221; und somit ein &#8220;technisch-soziales Übertragungs- und Beförderungsmilieu mit einer eigenen Raum-Zeit&#8221; konstituieren (<a title="Debray - Mediologie" href="http://beluga.sub.uni-hamburg.de/record/4191398">Debray 2003, 44</a>).</p>
<p>Technologische und somit auch mediale Entwicklungen tragen auf diese Weise zu einem <em>a priori</em> im Sinne Foucaults bei, welches die Grenzen dessen, was wir denken können, definieren und somit das Epistem ihrer Zeit definieren. <a title="Christina Schwalbe" href="http://blogs.epb.uni-hamburg.de/schwalbe/">Christina Schwalbe</a> und <a title="Torsten Meyer" href="http://medialogy.de/">Torsten Meyer</a> sprechen in diesem Zusammenhang von einem blindem Fleck: &#8220;Blinder Fleck bedeutet: man sieht nicht, dass man dort nicht sehen kann.&#8221; (<a title="Schwalbe Meyer" href="http://springerlink.com/content/g713p350232p0787/?p=0249c66e4a3b4f92a22a8b754a63e4c4&amp;pi=3">Schwalbe/ Meyer 2010, 32</a>). Das Internet kann hier als gutes Beispiel dienen: Ein Mensch, der vor über 100 Jahren lebte, konnte sich nicht als ein über Facebook, StudiVZ, etc. vernetzter Mensch denken, er wusste auch nicht, dass er sich nicht als solcher Denken konnte.</p>
<p>So entsteht durch die vorherrschenden Medien(-technologien) eine so genannte eine Mediosphäre. Diese bezeichnet:</p>
<p style="margin-left: 35pt;">&#8220;eine bestimmte Art regulierender Überzeugungen […], eine besondere Zeitlichkeit (oder eine typische Beziehung zur astronomischen Zeit) und eine bestimmte Art, wie Gemeinschaften eine Einheit, einen Körper bilden (mehr als nur einen Rahmen für ihren territorialen Zusammenschluss). Ihre Vereinigung charakterisiert die kollektive Persönlichkeit oder Stileinheit einer Epoche – oder das, was ihren Instrumenten, Formen und Ideen gemeinsam ist&#8221; (<a title="Debray - Mediologie" href="http://beluga.sub.uni-hamburg.de/record/4191398">Debray 2003, 44</a>).</p>
<p>Diese lassen sich – so die Meinung der Mediologen – erst im Nachhinein erkennen und beschreiben, sodass ich mir auch nicht ganz sicher bin, ob die Mediosphäre, welche im Folgenden kursorisch beschreiben möchte, schon begonnen hat oder erst im Beginnen begriffen ist.</p>
<h3>Die Digitale Mediosphäre</h3>
<p>In seiner Einführung in die Mediologie beschreibt Regis Debray drei vergangene Mediosphären. Die durch die Schrift geprägte Logosphäre. Die durch den Buchdruck ausgelöste Grafosphäre und darauf folgende Videosphäre. Ich werde diese Sphären im Folgenden nicht mehr genauer ausführen und mich auf die nächste Sphäre beziehen.</p>
<p>Oftmals wird vermutet, die neue Mediosphäre sei eine Hypersphäre, einer durch Vernetzung – namentlich: das Internet – gekennzeichnete. Ich will nicht abstreiten, dass das Internet eine wichtige Rolle in der kommenden Sphäre spielen wird, sehe in ihm aber nicht das konstitutive Merkmal. Nicht das Internet, vielmehr die Digitalisierung ist für die Umwälzung des Denkens verantwortlich, die sich gerade abspielt.</p>
<p>Was aber verbirgt sich eigentlich hinter dem Begriff der Digitalisierung? Ich arbeite mit der Definition von <a title="Manovich - Language of digital Media" href="http://beluga.sub.uni-hamburg.de/record/3800519">Lev Manovich</a>, der 5 Eigenschaften digitaler Medien nennt:</p>
<ul>
<li>Numerische Repräsentation<br />
ein Medienobjekt lässt sich formal-numerisch beschreiben (in der Regel von 0 und 1, wobei das Prinzip der numerischen Repräsentationen auch bei höheren Zahlensystemen nicht angegriffen werden würde).</li>
<li>Modularität<br />
eine Anwendung besteht aus einzelnen Modulen.</li>
<li>Automatisierung<br />
Abläufe lassen sich durch Algorithmen beschreiben.</li>
<li>Variabilität<br />
Digitale Medien sind prinzipiell veränderbar und können in verschiedenen Versionen existieren.</li>
<li>Codeumsetzung (Transcoding)<br />
Beschreibt Umsetzung von Dateien in unterschiedliche Formate.</li>
</ul>
<p>Digitalisierung heißt also (etwas verkürzt): Eine jede Information, und somit auch der &#8220;Content&#8221; eines Mediums, lassen sich numerischen beschreiben und relativ unabhängig vom materiellen Träger kopieren, konvertieren, verändern, etc. Medientheoretisch stellt dies eine Revolution dar, noch nie war der Inhalt eines Medium so unabhängig von seinem materiellen Träger. Ob Text, Audio oder Video: Alles passt auf USB-Sticks, Festplatten, CD-ROMs.</p>
<p>Aber Warum liegt gerade hierin die konstitutive Kraft, der neuen Mediosphäre? Warum hier und nicht im Internet? Die Antwort ist relativ einfach: Der enorme Erfolg des Internets wäre ohne die Digitalisierung nicht möglich geworden. Die Basis des WWW ist weitestgehend das TCP/IP-Protokoll. IP bedeutet: Mein Rechner ist durch eine Zahl adressierbar. Andersformuliert: Die Vernetzung von Rechnern bedeutet, dass wir sie zuerst numerisch beschreiben müssen. Youtube, Flickr etc. bauen alle darauf auf, dass die zugrundeliegenden Daten digital vorliegen. Ein Analoges Flickr wäre denkbar, aber ein Rundbrief via klassischer Post, in dem ich an alle Gruppenmitglieder Fotos zu einem spezifischen Thema zukommen lasse, würde kaum viele Anhänger finden. Das so viele Menschen bei Flickr Bilder hochladen liegt auch daran das es einfach ist: Warum ist es einfach? Weil viele Prozesse automatisiert sind, weil alle Bildformate in ein einheitliches Format transcodiert werden, …</p>
<p>Doch der Einfluss der Digitalisierung geht über das Internet hinaus. Medien erscheinen nun als Komposition als Module. Ein Film lässt sich zerlegen in Audio- und Videospur. Die Videospur nochmals in Einzelbilder. Diese in einzelne Pixel. Kurzum: Das Medium erscheint als Komposition. Aus Identität wird eine Zusammensetzung heterogener Elemente.</p>
<p>Auf den ersten Blick klingt dies banal. Beim zweiten Hinsehen wird aber deutlich, dass sich dahinter ein neues Denkparadigma verbirgt, formuliert wurde dies von Bruno Latour, welcher das kompositionistische Manifest schrieb. Darin ruft er den Kompositionismus zum neuen Denkmodell aus:</p>
<p style="margin-left: 35pt;">&#8220;Obwohl das Wort &#8220;Komposition&#8221; ein bisschen lang und aufgeblasen ist, ist schön daran, dass es betont, dass Dinge zusammengesetzt wurden (lat. componere), während sie ihre Heterogenität beibehalten.</p>
<p style="margin-left: 35pt;">[…] Kompositionismus stellt sich der Aufgabe, Universalität zu suchen, ohne zu glauben, dass Universalität schon da sei und darauf warte, enthüllt und entdeckt zu werden. Es ist somit soweit vom Relativismus (im banalen Sinn) entfernt wie vom Universalismus […] Vom Universalismus nimmt sie die Aufgabe an, eine gemeinsame Welt aufzubauen; vom Relativismus die Gewissheit, dass diese gemeinsame Welt aus absolut heterogenen Teilen aufgebaut werden muss, die nie ein Ganzes ergeben werden, sondern bestenfalls eine zerbrechliche, korrigierbare und vielfältige Komposition&#8221; (<a title="Latour: Kompostionismus" href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32069/1.html">Latour 2010a</a>).</p>
<p>Was Kompositionismus bedeutet, zeigt Latour in seiner Akteur-Netzwerk-Theorie. In dieser wird (unbelebten) Dingen eine Handlungsmacht zugeschrieben. Der Mensch ist nur ein Akteur in einem Handlungsnetzwerk aus Akteuren und Aktanten. Was dies bedeutet, erklärt Latour selbst am Beispiel des Hutes und des Thunfisches (siehe <a title="Latour Thunfisch" href="http://www.uni-leipzig.de/~powision/wordpress/magazin/ausgabe_6/latour-bruno-kann-die-menschheit-ohne-thunfisch-noch-dieselbe-sein-ein-gesprach/">Latour 2010b</a>). Diese Art zu Denken wird insbesondere in Virtuellen Welten aktuell. Im Sinne Latours handeln auf Facebook und Netzwerke aus Akteure (das Nutzende Individuum) und Technik. Einfaches Beispiel: Wenn ich auf Facebook keinen &#8220;gefällt mir nicht Button&#8221; habe, muss ich, um mein Missfallen auszudrücken, die Kommentarfunktion nutzen. Wer hat nun gehandelt, wenn ich in die Kommentarbox &#8220;Gefällt mir nicht&#8221; schreiben? Ich? Facebook? Beide? Bei Latour ist es einfach: Ein Netzwerk aus mir und Facebook. Bzw. noch viel Genauer: Ein Netzwerk aus mir, Facebook, dem Bildschirm, einer Tastatur, einer Internetanbindung, einem Provider der die Daten transportiert, dem TCP/IP-Protokoll, dass diese Sendung kontrolliert…</p>
<p>Wo die klassische Subjekttheorie ein handelndes Subjekt annimmt, sieht Latour ein Netzwerk, bestehend aus Modulen. Das Ganze ist keine simple Übernahme digitaler Logik auf die Beschreibung menschlicher Prozesse, aber die Gemeinsamkeiten veranlassen mich dazu zu sagen: Kompositionismus zu Denken ist erst in einer digitalisierten Welt möglich, weil keine technologische Neuerung zuvor Identität in diesem Maße dekonstruiert hat.</p>
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		<title>Verstehen ist Präsentation, oder: LdL als autodidaktisches Prinzip</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Oct 2009 16:10:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Ruge</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwelt und Medienbildung]]></category>
		<category><![CDATA[exzerpieren]]></category>
		<category><![CDATA[Exzerpte]]></category>
		<category><![CDATA[Präsentation]]></category>
		<category><![CDATA[wissenschaftliches Arbeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Zen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Überschrift dieses Beitrags klingt auf den ersten, und wahrscheinlich auch zweiten, Blick etwas kryptisch. Daher will ich kurz anreißen, was sich hinter diesem Beitrag verbirgt: Es ist die Geschichte davon, wie sich meine Arbeitsweise im Umgang mit wissenschaftlichen Texten &#8230; <a href="http://wolfgang-ruge.name/2009/10/17/verstehen-ist-prasentation-oder-ldl-als-autodidaktisches-prinzip/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Überschrift dieses Beitrags klingt auf den ersten, und wahrscheinlich auch zweiten, Blick etwas kryptisch. Daher will ich kurz anreißen, was sich hinter diesem Beitrag verbirgt: Es ist die Geschichte davon, wie sich meine Arbeitsweise im Umgang mit wissenschaftlichen Texten dadurch verändert hat, dass ich bei der grafischen Gestaltung meiner Präsentationen mittlerweile auf den Zen-Ansatz von Garr Reynolds setze (zum Ansatz vgl. <a title="Garr Reynolds bei Google" href="http://www.youtube.com/watch?gl=DE&amp;hl=de&amp;v=DZ2vtQCESpk">Reynolds‘ Vortrag bei Authors@Google</a>).</p>
<p>Wenn man als Student wissenschaftliche Texte liest, geschieht dies meist im dem – wenn auch nur implizit formulierten – Anspruch diesen zu verstehen und wenn möglich seine Inhalte auch über die kommende Seminarsitzung im Gedächtnis zu behalten. Bei weniger komplexen Texten sind dafür meistens Unterstreichungen im Text und Randnotizen ausreichend und es gibt sicherlich auch n Arbeiten, deren Aussagekraft sich auf die wenigen Sätze beschränkt, die man unterstrichen hat. Allerdings stellen diese die Ausnahme dar und ein Weiterarbeiten mit diesen Texten lohnt sich in der Regel nicht. Für komplexere Theoriegebilde reichen Unterstreichungen und Randnotizen allerdings nicht aus, einfach aus deshalb, weil viele davon im Suhrkamp-Verlag erscheinen und bei den Taschenbuchausgaben kaum mehr als ein Wort auf dem knappen Rand Platz findet (Wer mir nicht glaubt kann ja mal Versuchen einen Textabschnitt mit der Randnotiz „implizite Epistemologie“ oder „archimedischer Punkt“ zu versehen <img src='http://wolfgang-ruge.name/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> ).</p>
<p>Die Lösung des Problems: Man schreibt Exzerpte. Es gibt viele Einführungen darüber, wie man dieses Schreiben möglichst erfolgreich gestaltet, im Prinzip laufen sie aber alle auf das gleiche hinaus: Ein Exzerpt muss auch mit einigen Jahren Abstand, in denen man sich im schlechtesten Fall nicht mit der Theorie beschäftigt hat, verständlich sein. Aus arbeitsökonomischen Gründen sollten sie auch so formuliert sein, dass sie bei Bedarf in eine Hausarbeit einfließen können – denn, sind wir mal ehrlich: Wir lesen Texte nicht nur zum Spaß, wir wollen irgendwann für die Arbeit Credits und Leistungsscheine sehen.</p>
<p>Nun hat man also eine schriftliche Zusammenfassung des Textes. Diese ist die Grundlage für jede Arbeit, denn wer will schon immer, wenn er mal einen Punkt der Theorie für eine Arbeit braucht, das ganze Buch nach der richtigen Stelle durchblättern. Ich nutze, um die Chance, dass sich der Text für mich leichter erinnern lässt, eine weitere Methode, die einfach aus der Struktur meines Studienganges entstanden ist: Da wir viele Präsentationen halten und diese in den meisten Seminaren obligatorisch sind, baue ich mir eine Kurzpräsentation zusammen, die die Kernthesen des Textes zusammenfasst. Ich baue mir ein Lernmedium für den Eigenbedarf – ich lernen sozusagen indem ich mich selbst lehre – womit der zweite Teil der Überschrift erklärt wäre. Das klingt jetzt nach unendlich viel Mehrarbeit, aber da ich meistens eh eine Präsentation zu dem Thema des Textes halte, müsste ich die Arbeit eh früher oder später machen.</p>
<p>Wenn man von der Schule kommt, zumindest war das in meinem Fall so, kennt man Präsentationen als Aneinanderreihung von Bulletpoints. Dementsprechend sahen auch die Präsentationen aus, die ich mir gedanklich gehalten habe. Eine Aneinanderreihung von Listen, die die wichtigsten Punkte der Theorie zusammenfassen.  Die Grundzüge des Prinzips von „sozialen“ und „natürlichen Rahmen“ aus Goffmans Rahmen-Analyse hätte ich im BA-Studium im ersten Semester wohl so zusammengefasst:</p>
<div id="attachment_138" class="wp-caption aligncenter" style="width: 160px"><a href="http://wolfgang-ruge.name/wp-content/uploads/2009/10/rahmen-alt.jpg" rel="lightbox[140]"><img class="size-thumbnail wp-image-138" title="rahmen-alt" src="http://wolfgang-ruge.name/wp-content/uploads/2009/10/rahmen-alt-150x150.jpg" alt="Rahmen-Theorie im klassichen Powerpoint" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Rahmen-Theorie im klassichen Powerpoint</p></div>
<p>Irgendwann ab dem zweiten oder dritten Semester wäre ich wahrscheinlich auf den Gedanken gekommen eine Tabelle zu machen. Das Ende meines BA-Studiums markierte, das war wahrscheinlich einfach Zufall, auch das Ende der Powerpoint-Angewohnheiten, die ich aus der Schulzeit mitgeschleppt hatte. Schuld war der oben schon erwähnte Garr Reynolds mit seinem  Zen Ansatz und später Nancy Duarte mit ihrem Buch zur Slideology. Der Grundgedanke der beiden ist einfach: Packe weniger Text auf deine Folien. Wenn es schon viel Text sein muss, dann wenigstens ordentlich grafisch aufbereitet.  Meine Darstellung zur Rahmentheorie in einer Präsentation sehe wohl folgendermaßen aus:</p>
<div id="attachment_139" class="wp-caption aligncenter" style="width: 160px"><a href="http://wolfgang-ruge.name/wp-content/uploads/2009/10/rahmen.png" rel="lightbox[140]"><img class="size-thumbnail wp-image-139" title="rahmen" src="http://wolfgang-ruge.name/wp-content/uploads/2009/10/rahmen-150x150.png" alt="Rahmentheorie (neu)" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Rahmentheorie (neu)</p></div>
<p>Die Frage ist nun, wie hat sich mein Arbeiten mit Texten dadurch verändert. Zum einen kann die pädagogische Psychologie darauf eine Antwort geben: Bilder lassen sich einfacher erinnern als lange Textzeilen. Die Grafik 2 habe ich wahrscheinlich länger im Kopf, als ich mir die Aufzählung in Listen hätte merken können. Zum anderen fordert diese Art, eine Theorie zu visualisieren, eine intensivere Auseinandersetzung damit, wie die Theorie gebaut ist. Wenn ich zwei Dinge einfach in einer Tabelle gegenüberstelle, frage ich mich selten nach dem Verhältnis der beiden Dinge. A ist A, B ist B, irgendwas unterscheidet die beiden. Im einfachsten Fall ist A einfach das Gegenteil von B. Komplexere Verhältnisse lassen sich mit einer Tabelle nicht ausdrücken. Also spielt man in Gedanken verschiedene grafische Möglichkeiten durch. Ich bin bei der Rahmentheorie bei Zahnrädern gelandet, und habe das Rad der natürlichen Rahmen größer gemacht, um die von Goffman angenommene Dominanz auszurücken. Vielleicht gibt es bessere Möglichkeiten. Der Vorteil dieser Lösung gegenüber einer einfachen Liste oder Tabelle ist einfach: Wenn ich nun einen versuche einen dritten technologischen oder medialen Rahmen, den Goffman nicht aufführt, in die Theorie einzubauen, muss ich überlegen, wo ich ihn in der Grafik einsetze. Bei einer Tabelle hätte ich einfach eine Spalte hinzugefügt und gut wäre es.</p>
<p>Ich will nicht behaupten, meine Art mit Texten umzugehen sei die einzige, die Erfolg verspricht. Andere lesen vielleicht einen Text und verstehen ihn. Ich kann nur denjenigen, die eh im Studium präsentieren raten, es mal auszuprobieren. Im schlimmsten Fall bringt es keine Vorteile, im besten Fall, erhält man ein besseres Verständnis von Theorien und Übung im Präsentationsdesign.</p>
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		<title>Willkommen im Gestern – oder: warum das Internetmanifest nicht wirklich neu ist</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Sep 2009 16:30:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Ruge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienwelt und Medienbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Cyberspace]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Internetmanifest]]></category>
		<category><![CDATA[kalifornische Ideologie]]></category>
		<category><![CDATA[Mediengeschichte]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Welt des Journalismus sorgte das Intermanifest führender Netzaktivisten für große Furore. 17 Regeln darüber wie der neue Journalismus funktioniert möchten die Verfasser aufstellen. Das Wort Journalismus 2.0 fällt nicht, aber garantiert wird so mancher Delicious-Nutzer die Webseite dementsprechend &#8230; <a href="http://wolfgang-ruge.name/2009/09/09/willkommen-im-gestern/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Welt des Journalismus sorgte das <a title="Internetmanifest" href="http://internet-manifest.de">Intermanifest</a> führender Netzaktivisten für große Furore. 17 Regeln darüber wie der neue Journalismus funktioniert möchten die Verfasser aufstellen. Das Wort Journalismus 2.0 fällt nicht, aber garantiert wird so mancher <a title="delicious" href="http://www.delicious.com">Delicious</a>-Nutzer die Webseite dementsprechend verschlagwortet haben.</p>
<p>Das Manifest ist nicht falsch, es stellt keine Lügen ins Netz. Als ein gutes Manifest oder gar einen Aufruf zum Aufbruch, zur Veränderung, kann ich es jedoch nicht sehen. Dazu ist es zu allgemein und zu einseitig formuliert.</p>
<p>Punkt 1, „Das Internet ist anders“, hat ungefähr die Aussagekraft des Satzes „Der Himmel ist blau“. Falsch ist er nicht, aber die Feststellung ist medienhistorisch gesehen keine Offenbarung. Auch das neue Medium Buch war zu seiner Zeit anders und erschuf „andere Öffentlichkeiten, andere Austauschverhältnisse und andere Kulturtechniken“ Die Medien mussten „ihre Arbeitsweise der technologischen Realität anpassen, statt sie zu ignorieren oder zu bekämpfen“. Somit galt, wie ich durch Zitate aus dem Manifest zu belegen hoffe, für das Buch damals das Gleiche wie heute für das Internet. Punkt 1 beschreibt also nur eine medienhistorische Konstante Aber nun gut, Punkt 1 ist eine generelle Feststellung quasi eine Präambel. Gleiches gilt für die folgenden Punkte. Auch das Buch wurde zum Wissensspeicher, wenn auch nicht für die Jackentasche so zumindest doch für das Regal. Und die Gesellschaft der Buchleser war eine andere als die der Nichtleser und hat das Wesen des Buches wieder geprägt.</p>
<p>Die nachfolgenden Punkte sind jedoch sehr einseitig. Ich werde nur einige herausgreifen:</p>
<p>„Die Freiheit des Internets ist unantastbar“ – oh wunderbar, dann muss ich mir um Netzsperren keine Sorgen machen, das Netz wird sie schon irgendwie umgehen. Die Aussage ist einfach falsch. Bestenfalls könnte man als lohnenswertes Ziel formulieren, das Internet solle unantastbar sein. Das erinnert wiederum an Barlows <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/1/1028/1.html">Unabhängigkeitserklärung des Cyberspace</a>. Das war 1996 – willkommen im 2. Jahrtausend.</p>
<p>„Das Internet ist der Sieg der Information“ &#8211; das hat schon Berthold Brecht sinngemäß über das Radio gesagt, und damit teilweise recht gehabt. Ein wunderbares Beispiel sind die Verkehrsmeldungen, die längst von autofahrenden Radiohörern mit Inhalt gefüttert werden.</p>
<p>„Das Internet <span style="text-decoration: line-through;">verändert</span> verbessert den Journalismus“ – Schön. Bild.de ist also per se besser als die Bild-Zeitung. Sicher es gibt einen neuen Journalismus, nur worin besteht dieser? (Siehe dazu auch den <a title="Die Taz zum Manifest" href="http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/bitte-redet-ueber-geld/">Taz-Artikel</a> von Julia Seeliger) Ich kann ja auch mal eine Hausarbeit abgeben, und sagen sie sei besser als die vorherige, weil ich mehr aus dem Internet zitiert hätte, mal sehen ob meine Dozenten mir das glauben würden.</p>
<p>Ich könnte weiterhin jeden Punkt einzeln kritisieren. Ich lasse es jedoch, um den Leser dieses Beitrages zu schonen. Was herauskommen würde kann ich nämlich wesentlich kürzer formulieren: </p>
<p>Das Manifest vereint, verschiedenste – sich widersprechendende – Ideologien. Der Glaube an die Freiheit des Internets ist typisch für den von Barlow ausgerufenen Cyberspace. Der Glaube an den Sieg der Qualität und die Regelung von Einnahmen allein durch den Markt ist typisch für den der <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/1/1007/1.html" title="kalifornische Ideologie">kalifornischen Ideologie</a> immanenten Neoliberalismus. Damit findet sich auch der Gegenspieler des Cyberspace in den 1990er Jahren im Manifest wieder. Und Punkt 17 „Alle für Alle“ fasst im Prinzip die Schwarmintelligenz zusammen und hebt die Aktivität der Nutzer hervor und nimmt somit die Positionen des Web 2.0 und der Folksonomy ein.</p>
<p>So liest sich das Manifest wie: Alles ist schön im Internet, Alles ist gut im Internet, Alles wird besser durch das Internet. Ein Messias-Glaube an ein neues Medium, der bei jeder technologischen Entwicklung auftaucht, genau wie der Glaube an einen mit der neuen Technik verbundenen Untergang des Abendlandes (Für das Internet z.B. vertreten durch Frank Schirmacher, der meint <a href="http://www.focus.de/kultur/buecher/tid-7846/medien_aid_137506.html" title="schirmacher rede">nur die Druckerpressen könnten das Abendland retten</a>). </p>
<p>Die Wahrheit, das zeigt die Mediengeschichte, liegt irgendwo dazwischen: Kein Medium ist vollkommen gut oder vollkommen schlecht. Daran ändert auch kein Manifest etwas. Für die Formulierung von Messias- und Teufels-Deklarationen über das Internet ist der neue Medium allerdings schon etwas zu alt. </p>
<p>Also liebe Autoren, schaut euch das Internet mal genauer an, ihr werdet auch negative Seiten entdecken. Und werft einen Blick in die Mediengeschichte &#8211; dazu müsstet ihr allerdings vielleicht mal ein Buch lesen&#8230; </p>
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		<title>Video-Tipp</title>
		<link>http://wolfgang-ruge.name/2008/12/02/video-tipp/</link>
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		<pubDate>Tue, 02 Dec 2008 18:18:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Ruge</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwelt und Medienbildung]]></category>
		<category><![CDATA[N/A]]></category>
		<category><![CDATA[Uni-Magdeburg]]></category>
		<category><![CDATA[Videoexpostion]]></category>

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		<description><![CDATA[Für einen eigenen Blog-Beitrag fehlt mir aktuell die Zeit. Das hindert mich aber nicht daran, auf meinen persönlichen Favoriten bei der diesjährigen Videoexpostion an der Otto-von-Guericke-Universtität (Magdeburg) aufmerksam zu machen. Der Film trägt den Titel &#8220;N/A&#8221; und bietet wahrscheinlich tausend &#8230; <a href="http://wolfgang-ruge.name/2008/12/02/video-tipp/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für einen eigenen Blog-Beitrag fehlt mir aktuell die Zeit. Das hindert mich aber nicht daran, auf meinen persönlichen Favoriten bei der diesjährigen <a href="http://www.videoexpo.de">Videoexpostion</a> an der <a href="http://www.ovgu.de">Otto-von-Guericke-Universtität</a> (Magdeburg) aufmerksam zu machen.</p>
<p>Der Film trägt den Titel &#8220;N/A&#8221; und bietet wahrscheinlich tausend Interpretionsmöglichkeiten. Bei der Videoexpo wurde der Film mit dem silbernen Kängeruh (zweiter Platz) prämiert.  Was bleibt mir sonst zum Film zu sagen. Achja &#8211; Ich weiß, was das Schaf bedeutet <img src='http://wolfgang-ruge.name/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> .</p>
<p><iframe title="YouTube video player" class="youtube-player" type="text/html" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/embed/RUAOmrddhnA" frameborder="0" allowFullScreen="true"> </iframe><br />
<a href="http://de.youtube.com/watch?v=RUAOmrddhnA">Auf Youtbe</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Befreit den Zuschauer – nicht Rainer</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Aug 2008 11:58:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Ruge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienwelt und Medienbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungspotenziale]]></category>
		<category><![CDATA[Free Rainer]]></category>
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		<category><![CDATA[Mediennutzung]]></category>
		<category><![CDATA[Mediensatire]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwirkung]]></category>
		<category><![CDATA[pavlovscher Hund]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern im DVD-Player: Free Rainer. Eine Mediensatire mit Moritz Bleibtreu, knapp 1 Jahr alt. Der Inhalt ist folgender: Rainer, führender angestellter beim Sender TTS und dort verantwortlich für diverse Showformate, hat einen Unfall, erkennt in einer Vision, dass er die &#8230; <a href="http://wolfgang-ruge.name/2008/08/26/befreit-den-zuschauer-nicht-rainer/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern im DVD-Player: Free Rainer. Eine Mediensatire mit Moritz Bleibtreu, knapp 1 Jahr alt. Der Inhalt ist folgender: Rainer, führender angestellter beim Sender TTS und dort verantwortlich für diverse Showformate, hat einen Unfall, erkennt in einer Vision, dass er die Leute verblödetet und beginnt einen Kampf gegen die Quote. Er eignet sich widerrechtlich die Boxen der IMA an und manipuliert die Quotenmessung so, dass ab sofort intelligente Sendungen gute Quote haben. Er hat Erfolg. Die Sender ändern ihr Programm, Proust statt Pornographie. Irgendwann fliegt der Betrug auf, Rainer kann sein Team und seine Ausrüstung in Sicherheit bringen, alles scheint verloren, doch die Zuschauer gucken weiter intelligente Sendungen.</p>
<p>Ist das nicht schön, eine tolle Mediensatire. NEIN.</p>
<p>Es gibt viele Gründe dafür, dass ich den Film in diesem Beitrag zerreißen werde. Über unglaubwürdige Charakterentwicklungen des Hauptdarstellers werde ich mich nicht aufregen. Ebenso wenig über die Logik des Films. Die Zuschauer im Film schaffen es tatsächlich gleichzeitig intelligente Sendungen zu gucken und TV-Abstinent zu sein. Das nenne ich wahres Multitasking.  Die Kritik von <a title="critic.de" href="http://www.critic.de/filme/detail/film/free-rainer-1067.html" target="_blank">critic.de</a>, der Film sei eindimensional, trifft es schon ganz gut. Ich möchte mir zwei Punkte herausgreifen: Die Rolle des Zuschauers im Film und das propagierte Bildungsideal.</p>
<h3>Der Rezipient in Free Rainer…</h3>
<p>&#8230; kommt nicht gut weg. Grund dafür ist, dass er in ein einfaches Medienwirkungsschema gepresst wird. Der Fernseher zeigt dumme Sendungen – Der Zuschauer verblödet, hält alles für Realität und möchte Günther Jauch zum Kanzler machen, weil er immer so gut weiß. Der Fernseher zeigt intelligente Sendungen und schon fangen die Menschen an zu lesen, gelbe Reclam-Heftchen und nicht irgendeinen Schund. Eine Renaissance  der Dichter und Denker. Und während einige Sender in Free-Rainer eine Fassbinder-Nacht nach der anderen senden und die klassische Literatur propagieren, freuen sich auf anderen Kanäle die Wissenschaftler darüber, dass die Medien endlich wieder ihre Rolle als „(Ver-)Mittler der Welt“ einnehmen. Intelligentes Fernsehen macht intelligent.</p>
<p>Free Rainer möchte eine Mediensatire sein, die für ein gutes Programm im Fernsehen eintritt. Gegen schlechte Show- und Serienformate, die den Zuschauer nicht ernst nehmen, ihn verblöden. Dennoch wird der Rezipient in Free Rainer nicht ernst genommen, vielmehr wird er auf einen fernsehguckenden <a title="Pavlovscher Hund" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pawlowscher_Hund">Pavlovschen Hund </a>reduziert. Dummer Input =&gt; Dummer Output. Intelligenter Input =&gt; Intelligenter Output.<br />
Es ist dem Film nicht möglich ein differenziertes Bild aufzubauen. z.B. den gebildeten Zuschauer, der dumme Sendungen nur guckt, weil er Zerstreuung braucht. Man braucht nur mal in die aktuelle Medienforschung zu gucken, der Fernseher ist ein <a title="Wolling - TV als Nebenbeimedium" href="http://www.wolling.de/veranstaltungen/Publikumsforschung%2008%20TV%20Nebenbeimedium.pdf" target="_blank">„Nebenbei-Medium“</a>, kaum jemand widmet ihm die volle Aufmerksamkeit. Ich gucke mir ab und zu auch gerne mal niveaulose Sitcoms an, intelligenter werde ich dadurch nicht, aber wenigstens kann ich dabei bügeln.</p>
<p>Wenn man sich bei Free Rainer ein wenig Gedanken über verschiedene Nutzungstypen gemacht hätte, wäre es nicht zu der eindimensionalen These gekommen, dass Fernsehen pauschal verblödet. Aber  wenigstens in solchen Pauschalisierungen sind wir Deutschen richtig gut.</p>
<h3>Das Bildungsideal in Free Rainer</h3>
<p>Ein weiterer Kritikpunkt am Film ist für mich das Bildungsideal, das im Film propagiert wird. Fassbinder-Filme sind intelligent, gute Bücher kommen nur von Goethe und Schiller, bitte nur ernsthafte Dokus und kein Edutaiment, überhaupt bitte möglichst wenig bewegtes Bild. Gute Bildung gibt’s nur, wenn der Fernseher zwei intelligente Menschen zeigt, die sich unterhalten – eine These die schon <a title="Wikipedia: Neil Postman" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Neil_Postman" target="_blank">Neil Postman</a> vertreten hat, und welche in der Medienpädagogik als grundfalsch zurückgewiesen wird.</p>
<p>Ich will hier nicht undifferenziert gegen das klassische deutsche Bildungsideal wettern. Die Werke Goethes und Schiller enthalten durchaus Bildungspotenziale. Aber nicht jeder, der Faust liest, entwickelt daraus ein differenziertes Bildungsverständnis. Fassbinderfilme haben ihre Qualitäten, aber auch aktuelle Filme haben durchaus Bildungspotenziale. Bildung wird in Free Rainer reduziert auf einen Kanon, einen klassischen Kanon, bitte nichts jünger als 20 Jahre.</p>
<p>Bildung ist ein Prozess, der das Individuum zur Mündigkeit befähigen und ihm zu einem differenzierten Welt- und Selbstverhältnis verhelfen soll. Es gibt sicherlich Werke der Literatur und des Films, die universelle menschliche Probleme, die einen uns vorstellbaren Zeitraum überdauern, thematisieren und die heute so bildungsanregend sind wie vor 20, 50 oder gar 100 Jahren. Aber es gibt auch menschliche Probleme, die an eine bestimmte Zeit gebunden sind. Goethe kann die Chancen und Risiken, die das Internet bietet nicht reflektieren. Er konnte sich keine Gedanken über das Verhältnis vom Avatar und dem dahinterstehenden Menschen machen, einfach weil es zu seinen Lebzeiten kein Second Life gab.</p>
<p>Aber solch ein differenziertes Verständnis von Bildung findet sich in Free Rainer nicht. Aber wenn sollte Raine auch so differenziert bilden wollen? Den Rezipienten seiner Sendungen, den pavlovschen Hund, das Schaaf, das nur der Masse folgt?</p>
<p>Wer den Mensch nur als willenloses Individuum betrachtet, welches nur der Masse folgt, welches man wie Ton formen kann, der wird die Logik von Bildung nie verstehen.</p>
<p>Denn bilden ist immer ein sich bilden.</p>
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		<title>Bildung in Metern? – oder: Die Blogosphere stöckelt.</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Aug 2008 15:51:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Ruge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienwelt und Medienbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Artikulation]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungspotenziale]]></category>
		<category><![CDATA[bloggen]]></category>
		<category><![CDATA[Blogsphere]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstreflexivitätspotenzial]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstreflexivitätszwang]]></category>
		<category><![CDATA[Stöckchen]]></category>

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		<description><![CDATA[In der deutschen Blogosphere scheint gerade ein neuer Trend zu entstehen. Die Blogger werfen sich gegenseitig Stöckchen zu und nehmen diese auf. Als Stöckchen wird dabei ein Fragenkatalog bezeichnet. Dieser variiert sowohl im Umfang der Fragen als auch in der &#8230; <a href="http://wolfgang-ruge.name/2008/08/23/bildung-in-metern-%e2%80%93-oder-die-blogosphere-stockelt/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der deutschen Blogosphere scheint gerade ein neuer Trend zu entstehen. Die Blogger werfen sich gegenseitig Stöckchen zu und nehmen diese auf. Als Stöckchen wird dabei ein Fragenkatalog bezeichnet. Dieser variiert sowohl im Umfang der Fragen als auch in der Länge der zu erwartenden Antworten. Es gibt Stöckchen, die „nur“ Top 4 – Listen erwarten (u.a. gefunden bei <a title="4er - Stöckchen" href="http://bueltge.de/4444-stoeckchen" target="_blank">Frank Bültge</a>), Stöckchen, die sich mit dem (Schul-) Bildungsweg des Autors auseinandersetzen (u.a. bei <a title="Bildungsstöckchen" href="http://www.basicthinking.de/blog/2008/08/20/bildungsfragen/" target="_blank">Robert Basic</a> {}), Stöckchen, die sich mit dem Bloggen an sich befassen und vieles mehr. Es gibt nun mehrere Arten, dieses neue Phänomen zu betrachten.</p>
<h3>1.)  Stöckchen als Ausdruck von Gruppendynamik</h3>
<p>Eine Möglichkeit, die Stöckchen zu erklären, sind gruppendynamische Prozesse. Aus dem Kindergarten und aus den frühen Schuljahren kennt wohl jeder das typische Kennenlernspiel: Man setzt sich in einen Kreis und wirft sich einen Ball zu. Derjenige, der den Ball bekommt, muss eine vorher gestellte Frage beantworten.</p>
<p>Die Stöckchen sind erst einmal nur die digitale Version dieses Spiels. Die Blogosphere holt das vergessene einander vorstellen nach. Der Ball aus der „Offline-Version“ der Stöckchen, wird dabei durch Track- oder Pingbacks ersetzt. Viele Stöckchen enthalten einen „Blogger, an die ich das Stöckchen weiterreiche“ – Teil. Wenn man diese verlinkt, senden die modernen Blogsysteme automatisch eine Benachrichtigung an den entsprechenden Blogger. Das hat gegenüber dem Ball einen entschiedenen Vorteil: Man kann das Stöckchen an mehrere Personen senden.</p>
<h3>2.) Stöckchen als selbstreflexive Artikulation</h3>
<p>Neben dem kennenlernen hat das Stöckchen werfen und aufnehmen noch eine weitere Funktion. Sie sind die genormte Version dessen, was <a title="BJ - Bloggen als Artikulation" href="http://joerissen.name/medienbildung/microblogginglifelogging-revisited/" target="_blank">Benjamin Jörissen</a> als Selbstreflexivitätspotenzial beschreibt:</p>
<p style="padding-left: 30px">Doch geht es in der Blogosphere doch sehr häufig &#8211; neben der Präsentation von Neuigkeiten und der Weitergabe zumeist detaillierterer Informationen &#8211; um artikulierte und einigermaßen elaborierte Äußerungen. Sie gehen mit einem gewissen Zwang einher, die Blogbeiträge „repräsentativ“ in Bezug auf die eigene Persönlichkeit (bzw. das, was man jeweils davon präsentieren möchte), zu gestalten &#8211; letztlich ist es eine Form der Selbstbeobachtung aus der Perspektive eines unsichtbaren Publikums, welche die Blogbeiträge zu performativen Selbstinszenierungen werden lässt (und ich glaube, das trifft für die meisten von Personen geführten Blogs, auch die professionellen, zu). Kurz: Weblogs sind in aller Regel reflexive Artikulationen. Reflexive Äußerungen nehmen zu einem Thema oder einem Sachverhalt Stellung, und sie verhalten sich in dieser Stellungnahme immer, wenn auch zumeist implizit, zu sich selbst. Sie werden dann auch als reflexive Äußerungen aufgefasst, was die ausgedehnte Kommentierungskultur in der Blogosphere erklärt.</p>
<p>Wie in dem Zitat schon deutlich wird, trifft dieses Selbstreflexivitätspotenzial auch auf „normale“ Blogbeiträge zu. Jedoch ist es m.E. bei fachbezogenen Beiträgen leichter, die Selbstinszenierung zurückzustellen. So wirkt z.B. das Weblog von Vladimir Simovic, auf mich weniger als eine Selbstinszenierung oder –reflexion, sondern vielmehr wie eine Reflexion über die Entwicklung des Blogsystems WordPress und die Konsequenzen dieser Entwicklung für die WordPress-Nutzer. So möchte ich festhalten: Bloggen an sich, enthält Selbstreflexivitätspotenziale, kann aber auch rein fachlich genutzt werden.</p>
<p>Die Stöckchen führen durch die Normierung des folgenden Beitrags dazu, dass der Blogautor sich oftmals zu persönlichen Dingen äußern muss. Ob nun in Top 4  &#8211; Listen oder epischen, wenn nicht gar epochalen, Antworten – der mit Stöckchen beworfene Blogger muss selbstreflexive Prozesse in Gang setzen und diese Artikulieren. Ich möchte sagen, das Selbstreflexivitätspotenzial wurde und wird durch die Blogosphere normiert und überführt so das Selbstreflexivitätspotenzial in einen Selbstreflexivitätszwang. Denn ein Stöckchen zu ignorieren, gehört wohl kaum zum guten Ton (Kleine Anmerkung am Rande: Hat eigentlich schon mal jemand so etwas wie eine Blogiquette formuliert?).</p>
<p>So werden sich die Blogger weiter mit Stöckchen beschmeißen und sich so zur Selbstreflexion zwingen. So kann man vielleicht bald Bildung in Metern messen &#8211; oder in Hämatomen.</p>
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		<title>Tut lesen doof machen tun?</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Aug 2008 19:47:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Ruge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienwelt und Medienbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungspotenziale]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwirkung]]></category>
		<category><![CDATA[Spiegel]]></category>

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		<description><![CDATA[Spiegel Leser wissen mehr – und daher wissen sie seit der Ausgabe 33/08 (vom 11. August) , dass das Internet Doof macht und eine unerkannte Gefahr für die Gesellschaft darstellt. In einer Titelstory der jedweder Abstand zur der selbst formulierten &#8230; <a href="http://wolfgang-ruge.name/2008/08/19/tut-lesen-doof-machen-tun/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Spiegel Leser wissen mehr – und daher wissen sie seit der Ausgabe 33/08 (vom 11. August) , dass das Internet Doof macht und eine unerkannte Gefahr für die Gesellschaft darstellt. In einer Titelstory der jedweder Abstand zur der selbst formulierten These fehlt, weisen die Autoren Hornig, Müller und Weingarten nach, dass das Internet offensichtlich die Fähigkeit sich zu bilden einschränkt. Gestützt wird das ganze durch Fallbeispiele von Menschen, die sich aus der gefährlichen Internetsucht befreien konnten oder von solchen, die unter den Konsequenzen des Internets leiden.</p>
<p>Der Artikel ist schrecklich undifferenziert, eine Internetschelte ohne Gleichen. Es wird gemotzt, geklagt, verurteilt. Dass das Internet auch positive Seiten hat, geht zwischen den Zeilen verloren.  Vielmehr verkommt die Titelstory zu einer generellen Technik-Schelte. So heißt es über den Einsatz von Powerpoint im Unterricht:</p>
<p style="padding-left: 30px;">„Powerpoint kann uns verblöden“, sagt Sherry Turkle, „Kinder lernen jetzt Nachdenken durch Aufzählungspunkte.“ Turkle, Professorin für Soziologie und Psychologie am Massachusetts Institute of Technology, untersuchte den Gebrauch der Software im amerikanischen Bildungssystem. Ihr Befund: Schüler gewöhnen sich daran, nicht mehr in Frage gestellt zu werden; Doppeldeutigkeit wird nicht geschätzt, forsche Präsentationen lassen Widerspruch oft gar nicht erst aufkommen. […]<br />
(S. 91)</p>
<p>Soweit gibt es am Artikel erst einmal wenig auszusetzen. Hier wird das Ergebnis der Forschung einer amerikanischen Professorin wiedergeben. Ihre Erkenntnis, dass nach Powerpointpräsentationen weniger Rückfragen kommen, kann durchaus richtig sein. Jedoch ist die Schlussfolgerung, dass Powerpoint uns verblöden lassen kann, so nicht logisch. Wer hindert den Lehrer oder die Klassenkameraden am Widerspruch? Powerpoint etwa? Das Programm wirft nur Folien an die Wand, ist ein digitaler Overheadprojektor. Also: Nachfragen sind möglich. Wenn der Lehrer diese nicht stellt, ist das ein Problem des Lehrers und nicht der Präsentationen. Die Schlussfolgerung ist also diskutabel. Die Auseinandersetzung des Spiegels mit der These sieht folgendermaßen aus:</p>
<p style="padding-left: 30px;">Die Frage ist, was eine Technik, deren Vorläufer, der Overheadprojektor, wenig Schaden anrichtete, mit den Köpfen der Menschen macht: Verlieren sie den Durchblick, gerade weil sie alles auf wenige „bullet Points“ reduzieren?<br />
Den Erfolg von Powerpoint kann solche Kritik nicht aufhalten, und ebenso wenig wird die aktuelle Debatte über die digitale Gehirnverschmutzung die moderne Art der Informationsbeschaffung und –verarbeitung ändern.<br />
(S. 91)</p>
<p>Das nenne ich mal eine kritische Prüfung eines Forschungsergebnisses. Das ganze widerholen und mit der Wortschöpfung digitale Gehirnverschmutzung garnieren.  Wirklich differenziert ist die Auseinandersetzung mit Powerpoint also nicht.  Eine erste Frage, die man sich hätte stellen können, ist die Frage, was Powerpoint, ein Programm, das nur für die Einbindung von Cliparts eine Internetverbindung benötigt mit der Frage „Macht das Internet doof“ zu tun hat.</p>
<p>Nach der Powerpoint-Schelte wird von einem armen Bibliothekar in Cambrigde berichtet, dessen heilige Bücherhallen zu Surfstationen für lesensunfähige Studenten verkommen.  Darüber hinaus berichtet der Artikel von Börsenmaklern, die nicht abschalten könne, Schülern die „Abschreiben 2.0“ praktizieren und so ihre Lehrer in den Wahnsinn treiben. Kurz um: Das Internet macht doof und süchtig. Die Konsequenz sind</p>
<p style="padding-left: 30px;">Verhaltensauffällige und hochnervöse Individuen […], die immer mehr erfahren und immer weniger wissen.<br />
(S. 80)</p>
<p>Diese Individuen sind unfähig Fakten kritisch zu hinterfragen. Auf Widersehen Humboldt.</p>
<p>Das ist eine starke These, die so in einer wissenschaftlichen Diskussion nicht haltbar wäre. Henry Jenkins z.b. (auch ein amerikanischer Professor) beschreibt in Convergence Culture z.b.  neue Möglichkeiten der vernetzten Welt. Michael Wesh hat anthropologische Forschungen bei Youtube angestellt. Und wer nicht über den Teich schauen will, kann mal bei Winfried Marotzki den „Bildungswert des Internets“ erfragen. Benjamin Jörissen untersucht für seine Habilitation Avatare in virtuellen Welten. Die Auswahl ist natürlich nicht vollständig. Es sind halt Texte mit denen ich im Studium in Kontakt gekommen bin und die mir schnell einfallen.<br />
Allen Publikationen ist jedoch eines gemein: Sie sehen Bildungspotenziale im Internet. Das Web hat mehr zu bieten als Text, den man mit Copy und Paste einfügen kann. Das Web verändert unsere Gesellschaft ohne Frage. Aber schon der Hamburger Medienforscher Thorben Meyer sagt (sinngemäß): Die Lehrer sollen sich nicht darüber aufregen, dass ihre Schüler aus der Wikipedia abschreiben, sie sollen halt die Frage so stellen, dass man nicht einfach aus der Wikipedia abschreiben kann.</p>
<p>Interessant ist in diesem Zusammenhang auch der „Participatory Divide“. Dieser besagt, dass das zentrale Problem des Digital Divides in modernen Industrienationen nicht der Zugang zum Internet ist, sondern die Kompetenz dieses zu bedienen die Gesellschaft teilt. In diesem Zusammenhang gibt es eine weitere Erkenntnis: Je höher der (Schul-)Bildungsgrad eines Menschen ist, desto höher ist die Bedeutung des Internets für ihn.</p>
<p>Diese Erkenntnisse sind im Internet zu finden. Teilweise auf PDF-Versionen von Powerpoint-Folien. Also auch im Internet findet sich eine kritische wissenschaftliche Diskussion. Im Spiegel-Artikel scheint diese zu fehlen. Daher die Frage. Tut lesen doof machen tun?</p>
<p>Edit vom 26.8.: Der Artikel ist mittlerweile auf <a title="Die Daten-Sucht" href="http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/87/92/dokument.html?titel=Die+Daten-Sucht&amp;id=58852978&amp;top=SPIEGEL&amp;suchbegriff=die+daten-sucht&amp;quellen=&amp;vl=0" target="_blank">Spiegel-Wissen</a> online einsehbar.</p>
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		<title>Gewalt und Mündigkeit</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Jul 2008 10:36:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Ruge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienwelt und Medienbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Gewaltfilm]]></category>
		<category><![CDATA[moralische montage]]></category>
		<category><![CDATA[Mündigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[No Country for old Men]]></category>
		<category><![CDATA[Rezipient]]></category>
		<category><![CDATA[Tabuisierung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Blick auf die Bestseller-Listen und auf die erfolgreichen Filme der letzten Jahre lässt wenige Trends erkennen. Autoren, deren Namen nur Kenner kannten, schreiben auf einmal einen Bestseller. Wer kannte in Deutschland Anfang des Jahres den Namen Stieg Larsson? Und &#8230; <a href="http://wolfgang-ruge.name/2008/07/14/gewalt-und-mundigkeit/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Blick auf die Bestseller-Listen  und auf die erfolgreichen Filme der letzten Jahre lässt wenige Trends erkennen.  Autoren, deren Namen nur Kenner kannten, schreiben auf einmal einen Bestseller. Wer kannte in Deutschland Anfang des Jahres den Namen  Stieg Larsson?  Und wer hat mit einem Oscar für „No Country for Old Men“ gerechnet.</p>
<p>Auch wenn man den Blick von den Akteuren abwendet, sind kaum Trends zu erkennen.  Von Ökothrillern wie Frank Schätzings „Der Schwarm“ über Iny Lorentz historische Romane bis hinzu Charlotte Roches „Feuchtgebiete“ ist fast jedes Thema in den Top 10 der Bestsellerlisten vertreten. Im Kino finden sowohl die „Keinohrhasen“ als auch „Hancock“ ihre Zuschauer.</p>
<p>Also: Wo sind die Trends, was bewegt die Gesellschaft von heute?<span id="more-39"></span></p>
<p>Ein für mich auffälliger Trend, der sich sowohl in der literarischen als auch in der kineastischen Realität abzeichnet ist eine neue Qualität in der Darstellung von Gewalt.  Der Plot von „No Country for Old Men“ ist geprägt von skrupellosen, gewalttätigen Morden. Stieg Larsson beschreibt in „Verblendung“ sehr detailiert die Vergewaltigung seiner Hauptperson sowie ihre nicht weniger brutale Rache.  Sicherlich werden sich zartbesaitetere Leser wünschen, ihre Vorstellungskraft würde nicht ausreichen, das beschriebene zu einem inneren Bild zu formen.</p>
<p>Diverse Kommentare bei Amazon und Co zu Charlottes Roches „Feuchtgbiete“ lassen auch erkennen, dass manche Leser(innen) sich gewünscht hätten, das Buch wäre nicht so detailreich. Ich habe das Buch nicht gelesen (und werde es wohl auch nicht tun), aber generell lässt eine Beschäftigung mit aktuell erfolgreichen Medien einen Trend erkennen:</p>
<p><strong>Die Skrupel tabuisierte Themen anzusprechen und plastisch zu beschreiben sind offenbar gesunken.</strong></p>
<p>Diese Skrupellosigkeit gilt nicht nur  für die klassischen „Sender-Empfänger“-Massenmedien, auch die Produser des Internets haben die Angewohnheit auf Profilseiten und in Foren Details preiszugeben, die man nicht unbedingt lesen wollte.</p>
<p>Diese Skrupellosigkeit, die insbesondere in Web auch in Schamlosigkeit abgleitet, kann nun in mehreren Blickwinkeln betrachtet werden.</p>
<ul>
<li> Sind es kalkulierte Schocker um Aufmerksamkeit zu erhalten und diese in finanzielle Gewinne zu transformieren (in diesem Zusammenhang verweise ich auf Goldhabers Konzept der Aufmerksamkeitsökonomie, u.a. nachzulesen bei <a title="Telepolis: Aufmerksamkeitsökonomie" href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/6/6195/1.html" target="_blank">Telepolis</a>)?</li>
<li>Ist gerade die Schamlosigkeit der jüngerenGeneration in sozialen Netzwerken einfach jugendkultureller Stil oder ein Fall für den Jugendschutz?</li>
<li>Und, und, und…</li>
</ul>
<p>Gerade aus bewahrpädagogischer und kulturpessimistischer Perspektive gäbe es wahrscheinlich viele Möglichkeiten die aktuelle Entwicklung zu verdammen. Wenn man aber den Blick auf das Bild vom Rezipienten richtet, das diesen Artikulationen innewohnt, so kann man diese Entwicklung durchaus begrüßen.</p>
<p>Traditionell unterlagen Medien bei tabuisierten Themen immer einer (Selbst-) Zensur. Gewisse Dinge wurden im Mainstream halt nicht beschrieben oder gezeigt. Die für den Hollywoodfilm fast obligatorische Sexszene wäre vor ein paar Jahrzenten noch undenkbar gewesen. Hinter diesem System der (Selbst-) Zensur steht ein recht negatives Bild vom Rezipienten. Der Autor oder die verantwortlichen des Films entscheiden, was der Zuschauer sehen darf. Was für den Rezipienten „zu viel“ sein könnte, wird rausgeschnitten.   Anders formuliert: Der Rezipient musste vor der suggestiven Macht der Medien geschützt werden. In der aktuellen Diskussion im „Killerspiele“, findet sich die Position oftmals wieder.</p>
<p>In den 90er-Jahren begann ein neuer Trend. Werner Faulstich spricht filmgeschichtlichen Bereich vom „neuen Gewaltfilm“.  Ob für die Literatur ähnliches festgestellt wurde, kann ich nicht sagen, da mir da ein Einblick in literaturwissenschaftliche Diskurse fehlt.</p>
<p>Die neue „skrupellose“ und „schamlose“ Darstellung von Gewalt und anderweitig tabuisierten Themen hat jedoch ein neues, m.E. „positiveres“ Bild vom Rezipienten. Es wird später geschnitten. Gewaltszenen werden länger und drastisch inszeniert. Wurde vorher vom Regisseur ein Schnitt gesetzt, um den Zuschauer zu schützen, so muss der Rezipient nun selbstständig entscheiden, wie weit er in der Lage ist, das gesehene zu ertragen. Der vom Medienproduzenten vorgegebene Schnitt wird abgelöst vom „Wegschauen“ des Rezipienten.  Die „moralische Montage“ wird an den Rezipienten ausgelagert, er muss entscheiden, was er sehen will  und so wird Kino zum semi-partizipativen Raum. Der Zuschauer muss aktiv mitdenken, um bereit zu sein, den „moralischen Schnitt“ zu vollziehen. Ein „sich-einfach-berieseln-lassen“ ist nicht mehr möglich.</p>
<p>So manch einer wird sich jetzt an Brechts Ausspruch „Glotzt nicht so romantisch“ erinnern. Mit diesem plädierte Brecht für einen V-Effekt (Verfremdungseffekt), durch den der Zuschauer aus dem „sich-einfach-berieseln-lassen“ herausgezogen und so mit aktiveren Rezipienten werden sollte. Interessant ist, dass die neue „skrupellose“ Gewaltdarstellung diesen Effekt zu erreichen scheint, in dem sie gerade nicht verfremdet. Denn ein weiterlaufen-lassen einer brutalen Szene ist sicherlich weniger verfremdend als ein (vlt. erlösender) Cut.  Die Aufgabe der Verfremdung ist eben nicht mehr Aufgabe des Medienmachern sondern des mündigen Rezipienten.</p>
<p>Die „skrupellose“ Gewaltdarstellung fordert also Mündigkeit – und diese ist doch ein erstrebenswertes Ziel.</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Brot und Spiele</title>
		<link>http://wolfgang-ruge.name/2008/05/20/brot-und-spiele/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 May 2008 18:59:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Ruge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienwelt und Medienbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Pfeiffer]]></category>
		<category><![CDATA[Computerspiele(r) verstehen]]></category>
		<category><![CDATA[Computerspieler]]></category>
		<category><![CDATA[Jürgen Fritz]]></category>
		<category><![CDATA[KFN]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie heise-online vorgestern und der Spiegel gestern in der Printausgabe berichten, stoppt das Innenministerium die Bundeszentrale für politische Bildung dazu angehalten, dass Buch „Computerspiele(r) verstehen“ nicht mehr zu versenden. Daraufhin stoppte die BpB die Auslieferung. Da Christopher wieder einmal schneller &#8230; <a href="http://wolfgang-ruge.name/2008/05/20/brot-und-spiele/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie <a title="Heise Artikel zum Auslieferungsstop" href="http://www.heise.de/newsticker/Aerger-um-Computerspiele-r-versteher-Buch--/meldung/108040" target="_blank">heise-online</a> vorgestern und der Spiegel gestern in der Printausgabe berichten, stoppt das Innenministerium die Bundeszentrale für politische Bildung dazu angehalten, dass Buch „Computerspiele(r) verstehen“ nicht mehr zu versenden. Daraufhin stoppte die BpB die Auslieferung.</p>
<p>Da <a title="Chrisophers Anmerkungen" href="http://www-e.uni-magdeburg.de/koenitz/blog/?p=24" target="_blank">Christopher</a> wieder einmal schneller war als ich, und vollkommen richtig kritisiert hat, dass der Heise-Artikel nicht klar zwischen der Diskussion im Vorfeld und dem Plagiatsvorwurf trennt, verbleiben mir wieder einmal nur ergänzenden Anmerkungen.</p>
<p><span id="more-30"></span></p>
<p>Zum Plagiatsvorwurf habe ich nicht viel zu sagen. Sowas sollte nicht passieren und spricht nicht für wissenschaftliche Qualität. Ob es Grund genug ist, die Auslieferung zu stoppen, kann ich nicht ermessen, da ich nicht weiß, wie viele Texte nun betroffen sind. Das man nochmal über das ganze Buch diskutieren muss und nicht einfach die betroffenen Texte entfernt zeigt für mich nur, dass man offensichtlich nicht gewillt ist, Computerspiele(r) zu verstehen.</p>
<p>Das der <a title="Spiegel Online Interview mit Jürgen Fritz" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/spielzeug/0,1518,554130,00.html" target="_blank">Spiegel Online</a> heute Jürgen Fritz interviewt und nicht Herrn Kaminski, der ja nun das Plagiat begangen hat, spricht Bände, offensichtlich will man es nicht dabei belassen, dass ein Autor des Sammelbandes unsauber gearbeitet hat, sondern stellt gleich nochmal den Herausgeber des Bandes an den Pranger. Interessant ist dabei, dass man bei Spiegel-Online ziemlich genau die Argumentation Christan Pfeiffers und des KFNs übernimmt, womit ich bei der <a title="Kritk des KFN zum Buch" href="http://www.kfn.de/home/Computerspieler_verstehen.htm" target="_blank">Kritik des KFNs zum Buch</a> bin.</p>
<p>Die Rezension des Buches seitens des KFN wirft Jürgen Fritz als Herausgeber vor, einen Tunnelblick zu besitzen und deshalb Risiken und Gefahren des Computerspielkonsums auszublenden.  Da ich das Buch nicht gelesen habe, kann ich nicht beurteilen in die Rezension zutreffend ist. Jürgen Fritz bestreitet dies. Jedoch habe ich beim Lesen der Rezension durchaus das Gefühl gehabt, dass man seitens der Rezensenten ebenfalls einen Tunnelblick hatte – nur halt einen auf die Gefahren ausgerichteten. Da sich solche Überlegungen im Rahmen des Spekulativen bewegen, werde ich sie nicht weiter fortführen.</p>
<p>Fakt ist jedoch: Es wird kritisiert, dass das Buch seinen Anspruch einhält. Denn der Anspruch des Buches ist es zu verstehen, wer, wieso PC-Spiele nutzt. Es geht nicht um Gefahren. Das kann man kritisieren, jedoch jedem Kapitel in diesen Buch nun nochmal den Vorwurf zu machen, es blende Gefahren aus, ist so als ginge man zum Fleischer, gucke sich jede Wurstsorte an, und werfe  dem Fleischer vor, er hätte das Brötchen dazu vergessen. Ebenso könnte man sich jetzt jede Studie des KFN vornehmen und anmerken, es würden die Gründe für das Computerspielen nicht adäquat behandelt.  Oder anders formuliert: Man kann zum Bäcker gehen und jedem Brötchen vorwerfen, es fehle die Wurstscheibe.</p>
<p>Sowohl das KFN als auch Jürgen Fritz haben den Anspruch wissenschaftliche Arbeit zu leisten. Zu Wissenschaft gehört auch, dass man Einschränkungen trifft, weil ein Thema in einer Bandbreite nicht in einer gegebenen Komplexität behandelt werden kann.  Kaum eine wissenschaftliche Arbeit liefert eine Erklärung für alles. Um zurück zum Bäcker-Fleischer-Vergleich zu kommen: In der Wissenschaft gibt es Bäcker und Fleischer. Diese widmen sich einem Thema sehr genau und komplex. Der Nachteil daran ist, dass es beim Bäcker selten Fleisch und beim Fleischer selten Brot ist. Der Vorteil ist, dass das Brot und das Fleisch besser sind als im Supermarkt, der versucht alles unter einen Hut zu bringen.</p>
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		<title>Film oder nicht Film&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 05 May 2008 14:07:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Ruge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienwelt und Medienbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Künstler]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Gericht in Schweden hat entschieden, dass Werbeunterbrechungen von Spielfilmen im TV das Urheberrecht des Künstlers verletzen. Nun muss der Regisseur die Unterbrechung explizit genehmigen (u.a. nachzulesen bei ver.di). Auf den ersten Blick ein schönes und für Deutschland zu wünschendes &#8230; <a href="http://wolfgang-ruge.name/2008/05/05/film-oder-nicht-film/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Gericht in Schweden hat entschieden, dass Werbeunterbrechungen von Spielfilmen im TV das Urheberrecht des Künstlers verletzen. Nun muss der Regisseur die Unterbrechung explizit genehmigen (u.a. nachzulesen bei <a title="verdi - werbung in swe." href="http://mmm.verdi.de/archiv/2008/04/internationales/werbeunterbrechungen_verletzen_urheberrecht" target="_blank">ver.di</a>).</p>
<p>Auf den ersten Blick ein schönes und für Deutschland zu wünschendes Urteil. Jedoch wirft es weitere Fragen auf. Die nach der Finanzierung von guten Filmen im TV unter anderem. Oder die Frage, wie es um den Jugendschutz steht. Wenn schon die Unterbrechung eines Films das Urheberrecht verletzt, wie ist es erst, wenn Szenen rausgeschnitten werden. Und was passiert, wenn ein Regisseur mit der Synchronisation seiner Schauspieler nicht einverstanden ist. Fragen über Fragen. Hinter all ihnen steht eine zentrale Frage: Was ist das urheberechtlich schützbare eines Films? Und wem stehen diese Rechte zu?</p>
<p><span id="more-25"></span></p>
<p>Nun kann man ganz platt argumentieren: Der Film wird auf einer Filmrolle oder digital gespeichert ausgeliefert. Dieses Gesamtkunstwerk ist der Film und der Regisseur als Urheber hat die Rechte für den Film.</p>
<p>Leider denke ich, ist es in der Praxis nicht so einfach. So werden insbesondere in Hollywoodproduktion Filme über Schauspieler vermarktet. Daher ist davon auszugehen, dass man einen Schauspieler aufgrund seiner besonderen Fähigkeiten für eine Rolle ausgewählt hat. Wenn also seine Darstellung der Hauptperson ein wichtiger Bestandteil des Films ist, besitzt er nicht das Recht an dieser Darstellung. Anders gefragt: Wenn ein Schauspieler eine Rolle mit einer bestimmen Stimmlage spricht, kann er entscheiden in welcher Stimmlage die Synchronisation sprechen muss?</p>
<p>Ich könnte unzählige weitere Beispiele bringen. Fakt ist jedoch: Ein Film ist ein höchst komplexes Kunstwerk an dessen Wirkung viele Personen beteiligt sind. Auch wenn der Regisseur sicherlich die Richtung vorgeben mag, bleibt ein Film kooperative Kunst.</p>
<p>Daher bleibt die offene Frage: Wie weit darf man dieses Werk verletzten. Und wem gegenüber muss man sich hierfür verantworten.</p>
<p>Ich habe keine eindeutige Antwort. Um Kommentare wird gebeten.</p>
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