Wolfgang Ruge

kleiner Denker mit großer Stirn

Medienbildung im Ranking

16. Mai 2008

Wie Prof. Marotzki vermeldet, wurde mein Studiengang Medienbildung bei den aktuellen Hochschulrankings „ganz gut“ eingestuft. Mein Kommilitone Christopher hat sich ein paar Gedanken zu der Bewertung gemacht, und kommt zu dem Schluss, von der Studienorganisation abgesehen ist das Ranking passend. Die ganze Gute Wertung interpretiert er als „da ist noch Luft nach oben“.

Prinzipiell teile ich Christophers Einschätzung. Ich möchte daher nicht das Gleiche nochmal schreiben, und verstehe Folgendes eher als ergänzende Anmerkung.


Die schlechte Note in der Studienorganisation kann ich teilweise nachvollziehen. Dabei ist in der Tat, nicht die Prüfungsordnung das Problem. Diese ist – so weit ich das beurteilen kann – stimmig und logisch aufgebaut. Die Möglichkeit, eine Modulnote durch das Mittel Seminarnoten zu ermitteln, empfinde ich als sehr praktisch. Die Passung des Lehrangebots auf die Studienordnung war in den vergangenen Jahren nicht immer gegeben. Insbesondere in den ersten Semestern habe ich des Öfteren mal in überfüllten Seminaren gesessen. Die 8 SWS die für Modul 11 gefordert waren, waren nicht unbedingt einfach zu erreichen. Und sicher kann man sich auch fragen, ob 0:00 Uhr eine geeignete Zeit für Online-Einschreibungen ist. Und die persönliche Anmeldung für Seminare ist auch eher nervenaufreibend. Daher könnte die schlechte Note in der Studienorganisation stammen. Allerdings muss an dieser Stelle angemerkt werden, dass die Probleme der Vergangenheit angehören oder dabei sind gelöst zu werden. Die Situation in den Seminaren hat sich entspannt. Dank neuen Dozenten ist ein ausreichendes Lehrangebot vorhanden. Sicherlich sind die Seminare noch sehr gut gefüllt, was aber auch daran liegt, dass man sich im ersten Jahr mit den Bewerberzahlen verkalkuliert hat. Das Problem wird sich in den nächsten Semestern von selbst lösen. Die Online-Anmeldung wird mittlerweile auch auf humanere Zeiten gelegt, im Groben und Ganzen scheint das System zu funktionieren. Die persönliche Anmeldung für Marotzki-Seminare ist immer noch ein „Camping im Flur“, bei dem durchaus schon mal ein Nachmittag draufgehen kann. Ob das Aufsplitten der Anmeldung auf mehrere Termine eine Minderung brachte, kann ich nicht beurteilen, da mir die Prozedur dieses Semester erspart blieb. Nun ist motzen an dieser Stelle natürlich einfach. Eine bessere Lösung habe ich allerdings auch nicht. Weshalb ich zusammenfassend sage: Die Studienorganisation ist besser als die Note erwarten lässt.

Den Praxisbezug sehe ich auch besser als das CHE-Ranking. Allerdings wären Angebote in journalistische Arbeit und im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit wünschenswert. Insbesondere einige Campus-TV Sendungen zeigen, dass hier Bedarf besteht.

Die Räumlichkeiten in Gebäude 40 sind in der Tat nicht die schönsten, aber die Renovierung soll kommen. Allerdings soll sie da schon lange. Man kann nun lange klagen oder einfach sagen: Das beste Argument, um Geld für neue oder renovierte Räumlichkeiten zu bekommen, ist ein erfolgreicher Studiengang.

Obwohl das Ranking teilweise schlechter finde als es Medienbildung verdient, stimme ich der „ganz gut“ – Einschätzung zu. Es ist noch Luft nach oben. Aber die ist immer. Im nächsten Semester wird der 5. Bachelor und der 2. Master-Jahrgang zugelassen. Medienbildung ist also ein junger Studiengang. Da ist es selbstverständlich, dass noch Entwicklungspotentiale da sind. Das schöne an Medienbildung ist, dass diese genutzt werden. Insbesondere das Soft-Skill-Training erweist sich als gut. Die Anforderungen an Präsentationen sind seit meinem Studienbeginn gestiegen, moderieren können muss der Medienbildner neuerdings auch. Und so bleibt mein Fazit:

„Wir sind ganz gut – wir können und wollen aber an die Spitze“

Was ist dazu nötig? Nunja. ersteinmal muss Medienbildung bekannter werden. Daher gilt: Medienbildner aller Länder bloggt noch heut (am Besten mit WordPress, das kann im Gegensatz zu Blogger Trackbacks und vermöglicht eine einfache Vernetzung).

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